Apple-Crumble-Cupcakes

Kennst du schon Schnin? Nein? Dann musst du sie unbedingt kennenlernen! Uns verbindet nämlich die gemeinsame Liebe zu den Apple-Crumble-Cupcakes der Primrose Bakery in London. Alleine das machte sie mir schon absolut sympathisch! Aber ich fange von vorne an:
Während meiner Reise nach London im Oktober war einer der Punkte auf der London To-Do Liste die Primrose Bakery. Ich glaube, ich erwähnte hier schon mal wie entzückend der Laden eigentlich ist. Auf jeden Fall aß ich dort das erste Mal absolut super leckerer Apple-Crumble-Cupcakes. Tja, nun konnte ich allerdings weder die leckeren Cupcakes, noch die Primrose Bakery nach Deutschland importieren und so träumte ich seit Oktober immer mal wieder von diesen tollen Cupcakes. Aber wozu ist man den eine Food-Bloggerin, wenn man sich seine essbaren Träume nicht selbst erfüllen kann. Also durchforstete ich meine Backbücher und anschließend das Internet, um das perfekte Apple-Crumble-Cupcake Rezept zu finden, am Besten sollte es natürlich das Originalrezept der Primrose Bakery werden! Tja, und hier kommt Schnin ins Spiel: Das Originalrezept wurde es dann zwar nicht, obwohl ich mir extra die App der Primrose Bakery (ja, die haben eine App und die ist super!!!)  runtergeladen habe, aber dafür ein eigentlich genauso leckeres Rezept von der lieben Schnin vom Foodblog Schnin´s Kitchen. Sie konnte nämlich die leckeren Cupcakes auch nicht vergessen. Es ist wie immer: Essen verbindet!


Zutaten

Teig für ca. 12 Stück

150 g weiche Butter
150 g brauner Zucker
150 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
3 Eier
1,5 TL Zimt
1 Prise Salz

Apfelsoße

3 mittelgroße Äpfel
Saft von 1 Zitrone
4 TL Bourbonvanillezucker

Frosting für ca. 12 Stück

350 g Puderzucker
240 g Butter
12 TL Vanille- oder Sahne-Puddingpulver
6 TL heißes Wasser
1/2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker

Streusel

10 g weiche Butter
10 g Zucker
20 g Mehl
etwas Bourbon-Vanillezucker und Zimt



Zubereitung

Apfelsoße und Teig

Du wäschst die Äpfel, entkernst sie und schneidest sie in kleine Stücke. Dann gibst du die Apfelstücke mit dem Vanillezucker und dem Saft der Zitrone in einen Topf und lässt das Ganze bei mittlerer Hitze köcheln bis die Äpfel weich sind. 1/3 der Apfelmasse wird dann zur Seite gestellt, 2/3 zerdrückst du mit der Gabel und lässt es auskühlen. 

Während die Apfelstücke auskühlen, heizt du den Backofen auf 160 Grad vor und legst das Muffinblech mit Papierförmchen aus. 

Die Butter und den Zucker schlägst du ca. 5 Minuten schaumig. Das Mehl, das Backpulver und die Gewürze mischst du zusammen. Dann rührst du 1 Ei und 1/3  der Mehlmischung unter die Butter-Zuckermischung. Dies wiederholst du noch 2 x, bis alle Zutaten vermischt sind. Dann darfst du die zerdrückten Äpfel unterheben, die mittlerweile ausgekühl sein sollten. 

Du füllst den Teig in die Cupcakeförmchen und schiebst das Ganze für ca. 30 Minuten in den Backofen. Danach lässt du die Cupcakes ca. 10 Minuten in der Muffinform auskühlen und stellst sie dann auf ein Kuchengitter.  

Streusel

Für die Streusel vermischst du alle trockenen Zutaten miteinander und verknetest sie dann mit der Butter. Ganz wichtig: Du solltest die Streusel nach dem Kneten etwas kalt stellen, sonst ist die Butter viel zu weich und sie fließt dir im Backofen davon (ja, das ist leider ein Erfahrungsbericht).
Die Streusel gibst du dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lässt sie im Backofen goldbraun backen. 

Apfelsoße

Die restlichen Äpfel pürierst du, um eine Apfelsoße zu bekommen. 

Frosting

Nun machst du dich ans Frosting. Dafür rührst du die Butter ca. 3 Minuten cremig und gibst dann nach und nach den gesiebten Puderzucker und den Vanillezucker dazu. In einer extra Schüssel rührst du das Puddingpulver mit dem Wasser zu einer glatten Masse, die du anschließend zur Butter-Zucker-Mischung gibst. Alles ca. 3 - 5 Minuten gut rühren. Falls dein Frosting nicht fest genug geworden sein sollte, stelle es kurz (ca. 5 Minuten) in den Kühlschrank. Aber vorsicht: falls es zu fest wird, lässt es sich kaum mit der Spritztülle auf die Cupcakes auftragen und muss erst etwas weich werden (ja, auch das ist leider ein Erfahrungsbericht :-D). 

Fast geschafft! Jetzt musst du nur noch das Frosting in Ringen auf die Cupcakes aufdressieren, die Apfelsoße in die Mitte füllen und mit Streuseln verzieren. Und das war´s auch schon! Es geht eigentlich relativ fix und ist gar nicht so kompliziert wie es sich hier vielleicht anhört. Der Geschmack am Ende belohnt dich außerdem für die ganze Mühe! Versprochen!

 


Danke nochmal an Schnin - mit diesem Rezept hast du mich sehr glücklich gemacht. Ich habe es an der ein oder anderen Stelle ein bisschen für mich angepasst, aber die Cupcakes sind super lecker! Hier findet ihr das Rezept von Schnin!

Ihr Lieben, nun viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen! Lasst es euch schmecken!

Cupcakeförmchen: Nanu-Nana
Schieferplatten: Depot

Liebste Grüße 
Eure Katie

Woche der Pastarezepte: Zitronennudeln

Heute gibt es das vierte und damit letzte Rezept der Pastawoche. Dieses Rezept habe ich sehr liebgewonnen, denn es ist eine sehr spezielle Kombi, die mich aber total von den Socken gehauen hat, als ich sie das erste Mal probiert habe. Die Zitronennudeln kann man zu jeder Jahreszeit essen: Im Winter bringen sie mit der zitronenfischen Note die Lebensgeister zurück und im Sommer erfrischt an heißen Tagen der Zitronengeschmack. Gefunden habe ich das Rezept in diesem Buch. Ursprünglich ist das Rezept für 2 Personen gedacht und pro Person wird mit 75 g Nudeln gerechnet. Ich habe das Rezept mal ein wenig umgerechnet, da 75 g Nudeln pro Person in der Realität nicht wirklich viel sind. Die jetzigen Mengenangaben sind nach den Angaben des Buchs für etwa 8 Personen. Ich habe sie für 5 hungrige Personen angepasst.



Zutaten für etwa 5 Personen

600 g Bandnudeln 
ca. 1,5 unbehandelte Zitrone (Bio)
2 EL Olivenöl
400 ml Schlagsahne
3 EL Estragon (frisch oder getrocknet)
Salz/ Pfeffer



 Zubereitung

Du beginnst damit, die Bandnudeln nach Packungsanleitung zu kochen.

Während die Nudeln kochen, schälst du die Schale von 1,3 Zitronen dünn ab und schneidest sie in sehr feine Streifen. Dann gibst du das Öl in eine Pfanne und brätst die Zitronenschalen wirklich nur kurz mit, da sie sonst schnell sehr dunkel werden und bitter schmecken. Gebe die Sahne dazu und lasse alles ohne Deckel etwa 5 Minuten auf niedriger bis mittlerer Stufe köcheln. 

Bevor du die Nudeln abgießt, musst du 200 ml des Kochwassers zur Sahne dazugeben. Gut rühren und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend würzt du die Zitronensahne mit Estragon, Salz und Pfeffer und gibst die Nudeln dazu. Alles gut mischen und und servieren. 
Wer möchte kann für die zusätzliche Zitronenfrische noch ein wenig Zitronenschale über die servierfertige Pasta reiben. 




Damit beende ich die Woche der Pastarezepte auch schon wieder. Aber ich hoffe diese Woche hat euch genauso viel Spaß gemacht wie mir und die Rezepte haben euch gefallen. Ich würde gerne viel öfter solche Rezeptewochen machen, nur leider lässt es die Zeit nicht immer zu. Aber ich hab viele Ideen und Rezepte, die ich gerne für euch ausprobiere! Das Jahr hat ja gerade erst angefangen! Lasst es euch gut gehen und habt ein traumhaftes Wochenende!

Geschirr: Flohmarkt


Liebste Grüße
Eure Katie



Woche der Pastarezepte: Spaghetti Marocaine

Ihr kennt das ja schon, ab und an inspiriere ich euch hier auch mal mit einem kleinen marokkanischen Rezept. Es schmeckt einfach so lecker und gehört für mich mittlerweise einfach zum Alltag dazu. Auch in der Woche der Pastarezepte ist es mal wieder soweit: Es gibt eine marokkanische Nudelkreation, die eines abends plötzlich einfach so entstanden ist, seitdem aber nicht mehr aus unserem Speiseplan wegzudenken ist!


Zutaten für 4 Personen

500 g Nudeln (z.B. Spaghetti)
2 Paprika
350 g gehackte Tomaten (aus der Dose, Abtropfgewicht)
500 g Hackfleisch
2 EL Olivenöl
schwarze Oliven (nach Belieben)
2 - 3 EL Ras-el-Hanout
Parmesan
Pfeffer/Salz


Zubereitung

Du beginnst damit, die Paprika zu waschen und in kleine Stücke zu schneiden. Wenn du möchtest, schneidest du die Oliven jetzt in Ringe, musst du aber nicht. Dann kannst du das Nudelwasser aufsetzen und die Nudeln zum Kochen bringen - wie genau, kannst du hier nachlesen. 

Während die Nudeln kochen, gibst das Olivenöl in die Pfanne und lässt es heiß werden, bevor du das Hackfleisch dazugibst und krümmelig anbrätst. Salz und Pfeffer nicht vergessen. Sobald das Hackfleisch soweit ist, gibst du Paprika dazu. Alles 5 - 10 Minuten bei mittlerer Hitze braten lassen, bevor du die gehackten Tomaten dazugibst. 

Wenn du Soße einige Minuten geköchelt hat, kannst du die Oliven dazugeben und sie mit Ras-el-Hanout, Pfeffer und Salz würzen. 

Ras-el-Hanout findest du z.B. hier oder im marokkanischem Laden. Da Ras-el-Hanout ein sehr intensives Gewürz ist, probiert einfach aus, wieviel du zur Soße geben möchtest. 2 EL ist eher ein Richtwert, je mehr, desto intensiver der Geschmack, allerdings kann der Geschmack auch verderben, wenn man es übertreibt. 

Lass die Soße bei starker Hitze etwas 30 Minuten einkochen (reduzieren), damit sie nicht mehr so flüssig ist. Außerdem verliert sie beim Reduzieren diesen typischen Tomatengeschmack und nimmt den Geschmack der Zutaten und Gewürze besser und intensiver an. 

Du gießt die Nudeln in ein Nudelsieb und kannst sie dann mit der fertigen Soße servieren. Wenn du Parmesan genauso liebst wie ich, darfst du ihn jetzt über die Spaghetti geben!


So ihr Lieben, dann habt mal viel Spaß beim Ausprobieren und lasst es euch schmecken! 

Liebste Grüße
Eure Katie 

Woche der Pastarezepte: Ricotta-Nudelauflauf

Heute geht es hier mit einem Rezept für meinen Lieblingsnudelauflauf weiter: Ricotta-Nudelauflauf. Auch dieses Rezept ist unkompliziert, schnell und einfach zubereitet. Ganz genau diese Art von Rezepten liebe ich, wenn ich nach einem langen Arbeitstag mit einem Bärenhunger nach hause komme. Geht euch sicherlich auch so, deshalb lasse ich euch nicht länger warten und verrate euch das Rezept!



Zutaten für 4 Personen

500 g Nudeln (z.B. Penne)
500 g Ricotta
200 g Brokkoli
Mandelblättchen nach Belieben
2 Eier
40 ml Sahne
Salz/ Pfeffer nach Geschmack



Zubereitung

Beim Zubereiten von Pastarezepten beginnt man in der Regel damit die Nudeln zu kochen. Dann hat man nämlich genug Zeit für die Soße! Da das Gemüse schneiden aber doch immer etwas Zeit braucht, beginnst du damit, die Röschen des Brokkoli zu zerteilen und den Stamm zu schälen und zu vierteln. Danach kannst du damit beginnen die Nudeln nach Packungsanleitung kochen. Ein paar kleine Tipps zum Nudeln kochen findest du hier.

Während die Nudeln im Kochtopf vor sich hin köcheln, gibst du den Brokkoli ebenfalls in einen zweiten Kochtopf und dünstest ihn ca. 5 - 10 Minuten in der Sahne und mit etwa Wasser.  

Die Mandelblättchen röstest du in einer Pfanne kurz (!!!) an, bis sie ein leichte goldbraune Farbe haben. Du darfst die Mandeln nicht aus den Augen lassen und musst sie immer schön rühren, denn ohne Bewegung werden sie ganz schnell schwarz.  

Sobald die Nudeln fertig sind, darfst du sie in ein Nudelsieb abgießen und in eine größere Auflaufform geben. Zu den Nudeln gibst du nun den Brokkoli (mit Sahne), den Ricotta und die Mandeln und vermischst alles gut. 

Die Eier verquirlst du nun zusammen mit Pfeffer und Salz und gibst sie einigermaßen gleichmäßig über die Nudeln. Wenn du möchtest, kannst du den Auflauf jetzt noch mit Käse deiner Wahl bestreuen. Der Auflauf kommt für ca. 20 Minuten bei 180 Grad/ Umluf in den Ofen. 


Servietten: Das Depot

Dann wünsche ich euch viel Spaß beim Ausprobieren und einen guten Appetit! Morgen gibt es schon das nächste leckere Rezept!

Liebste Grüße
Eure Katie 



Woche der Pastarezepte: Garnelen-Paprika-Nudeln

Pasta in allen erdenklichen Formen und Farben gehört fast zu meinem Hauptnahrungsmittel. Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich den vierten Tag hintereinander ein Pastagericht zubereite und trotzdem noch nicht genug davon habe! Dann muss ich mich echt richtig dazu zwingen mal Reis oder Kartoffeln zu essen. Geht euch das auch manchmal so? Auf jeden Fall möchte ich meine Liebe zu Pastagerichten mit euch teilen und deshalb verrate ich euch diese Woche meine vier liebsten Gerichte! Los geht es mit Garnelen-Paprika-Nudeln!



Zutaten für 4 Personen

500 g Nudeln (z.B. Spaghetti oder Linguini)
400 g Garnelen
10 Cocktailtomaten
250 ml Sahne
2 Paprika
2 - 3 TL Kräuter der Provence
1-2 EL Olivenöl
Pfeffer/ Salz nach Geschmack






Zubereitung

Du beginnst am Besten damit, das Gemüse vorzubreiten. Dazu wäschst du Paprika und Tomaten. Die Paprika schneidest du in kleine oder grobe Stücke, die Cocktailtomaten muss du nur halbieren.

Dann kannst du  das Nudelwasser aufsetzen und bringst es zum Kochen. Wenn das Wasser kocht, gibst du die Nudeln ins sprudelnde Wasser und fügst das Salz hinzu - das Salz wirklich erst jetzt hinzufügen, da salzfreies Wasser schneller kocht und die Nudeln es direkt aufnehmen können. Du solltest die Nudeln ab und zu mit einem Holzlöffel umrühren, damit sie nicht zusammen kleben. Wie lange die Nudeln kochen müssen, kannst du auf der Packungsanleitung nachlesen. Sie sollten auf jeden Fall noch al dente sein d.h. ein wenig Biss haben.

Während die Nudeln kochen, kannst du damit beginnen, die Soße zu kochen. In einer Pfanne erhitzt du das Öl und gibst dann die Paprika und die Garnelen dazu. Diese brätst du ca. 5 - 10 Minuten bei mittlerer Hitze. Wenn die Garnelen leicht gebräunt sind, kannst du die Sahne und die Kräuter der Provence dazugeben. Du lässt alles etwa 10 - 15 Minuten bei schwacher bis mittlerer Hitze köcheln, bis die Soße etwa reduziert und eingedickt ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, fertig! die Nudeln in ein Nudelsieb abgießen und mit der leckeren Soße servieren, fertig!


Servietten: Das Depot

Wie ihr seht, das Rezept ist gar nicht schwer und aufwendig. Dafür gehört es zu meinen persönlichen Soulfood Top Ten! Dann lasst ihr es euch jetzt mal schmecken, ihr Lieben! Morgen geht es schon mit dem nächsten Pastagericht weiter!

Liebste Grüße 
Eure Katie


Eine Reise nach Fès (Marokko)

Wie im November schon angekündigt, schulde ich euch noch einen Reisebericht von meinem Urlaub in Marokko! Und da gerade jetzt im Januar viele Urlaubspläne geschmiedet werden, beginne ich das Jahr 2014 mit einem Bericht über meine Reise nach Fès. Vielleicht inspirieren euch die Fotos und Erzählungen ja so sehr, dass ihr sofort die Koffer packt und davon fliegt.



Da mein Mann ursprünglich aus Fès stammt und seine Familie auch noch dort lebt, bietet sich für uns ein Urlaub in Fès an. Mit einer sehr bekannten Billigfluglinie kommt man gut und günstig dorthin. Bisher war ich zwei Mal mit meinem Mann in seiner alten Heimatstadt. Klar wohnen wir dann auch bei seiner Familie. Das ist natürlich ein Vorteil, denn so bekommt man das Leben und die Rituale einer einheimischen Familie am Besten mit. Die Marokkaner sind grundsätzlich sehr (gast)freundliche Menschen und ich habe mich zu jeder Zeit und an jedem Ort wohlgefühlt.
In Marokko befindet man sich nun allerdings auf dem Kontinent Afrika und in einem muslimischen Land. Europa und damit viele kulturelle Gebräuche und Traditionen befinden sich somit ziemlich weit weg und das ist eine Umstellung. Das fängt schon bei der Kleidung an und hört bei den Tischsitten nicht auf. Beim ersten Besuch war ich ziemlich unsicher und eigentlich nur damit beschäftigt darüber nachzudenken nichts falsch zu machen und niemanden zu beleidigen. Aber alles halb so schlimm - lässt es sich leicht sagen, wenn man genug Einheimische an seiner Seite hat, die einem den Weg ebnen. Aber wenn man den Einheimischen und ihrer Religion immer mit Respekt begegnet, dürfte es keine Probleme geben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Marokkaner sehr gastfreundlich und Fremden gegneüber sehr offen sind.



Man (be)grüßt sich auf arabisch mit Salam aleikum (Friede sei mit dir), Aleikum Salam (Und der Friede mit dir). Und es ist tatsächlich so, dass dies nicht nur eine Begrüßung ist, sondern ein allgemeiner Gruß unter Muslimen, den man an jeden Muslim richten sollte, ob man ihn kennt oder nicht. Dazu gibt es eine lustige Geschichte. Bei meinem ersten Besuch in Fés ging ich mit meinem Mann und seinen Eltern durch die Altstadt (Medina). Mein Mann grüßte viele Menschen mit Salam aleikum. Nach einiger Zeit wunderte ich mich sehr darüber, denn in Deutschland wird in der Regeln nur der gegrüßt, den man kennt. Kannte mein Mann tatsächlich soviele Menschen in dieser riesigen Stadt? Ich fragte natürlich nach. Die Reaktion meines Mannes: Er lachte und erklärte mir, dass Salam aleikum keine Begrüßung im eigentlichen Sinne ist, sondern, dass sich Muslime damit untereinander den Frieden und die Barmherzigkeit Gottes wünschen. Also nicht unbedingt vergleichbar mit unserem simplen Hallo.



Das Essen in Marokko ist köstlich und die marokkanische Küche zählt zu recht zu einer der Besten der Welt. Von Couscous, Tajine, Briouats, Harira, Pastilla oder marokkanischem Brot kann ich eigentlich nicht genug kriegen. Mein Tipp: Unbedingt traditionell marokkanische Küche probieren, wenn man in Marokko ist! Es lohnt sich. Der traditionell marokkanische Minztee ist nicht nur sehr, sehr lecker, sondern auch ein Zeichen der Gastfreundschaft und um den Gastgeber nicht zu beleidigen, sollte man ihn nicht ablehnen.

 


 

Fès ist die drittgrößte Stadt in Marokko und die älteste der vier Königsstädte. Bei der Altstadt von Fès handelt es sich wahrscheinlich um die weltweit größte mittelalterliche Altstadt. Die kleinen engen Gaßen mit vielen Händlern und Geschäften sind wirklich entzückend, aber wenn man nicht aufpasst, kann man sich schnell verlaufen. In der Altstadt ist Handeln angesagt. Hier kann man viele tolle Dinge erstehen, bei einem guten Handel auch zu fairen Preisen. Das fiese ist ja, man wird einfach als Tourist erkannst. Meine alleinige Anwesenheit führte schon dazu, dass meine Schwiegermutter die normalsten Dinge zum überteuerten Touristenpreis angeboten bekam. Aber da heißt es, standhaft bleiben oder zum nächsten Laden ausweichen.


 


Bei unserem Besuch im Oktober 2013 haben wir auch einen Abstecher in die Hauptstadt Rabat gemacht. Dort machten wir halt in einem süßen kleinen Café mit Blick auf´s Meer und tranken Minztee. Dann ging es mit dem Auto an der Küste des Atlantiks entlang weiter, um hier und da mal halt zu machen. Unter anderem haben wir in einem Restaurant direkt am Atlantik Fisch gegessen und an einem kleinen verborgenen Strand die Sonne genossen. Marokko hat einiges zu bieten und wenn man irgendwie die Möglichkeit hat durch das Land zu reisen (z.B. Auto mieten), sollte man das tun.



Wer jetzt Lust bekommt hat, 2014 zu nutzen, um Marokko zu entdecken, der kann hier weitere nützliche Informationen finden. Außerdem kann ich euch dieses Kochbuch empfehlen, worin man neben vielen leckeren Rezepten auch wichtiges Regelwerk für den Aufenthalt in Marokko findet. Wer darüber hinaus noch Fragen hat, kann sich gerne per Mail an mich wenden!

Viel Spaß bei den Reisevorbereitungen 2014 und eine schöne Woche!

Liebste Grüße 
Eure Katie