Buttermilchknoten

Als begeisterte Hobbyköchin - und bäckerin bin ich mittlerweile im Besitz etlicher Koch- und Backbücher! Jedes Mal wenn ich durch die Kochbuchabteilung einer Buchhandlung schlendere muss ich mich schwer zurückhalten. Auf einem meiner Streifzüge durch die Kochbuchabteilung blieb ich an einem Backbuch hängen, das sich mit den Backklassikern beschäftigte. Eigentlich habe ich nicht lange überlegt, bevor ich es zur Kasse entführte. Nusskuchen, Käsesahnetorte oder Käsekuchen sind auf den ersten Blick nichts besonderes, wenn man sie mit Cupcakes, Cake Pops oder Ombre Cakes vergleicht. Sie wirken geradezu langweilig und einfallslos. Aber wenn ich an Nuss- und Käsekuchen denke wird mir das Herz ganz warm und ich erinnere mich mit Freude an viele Geburtstagsfeiern im Familienkreis und sonntägliche Kaffeetafeln zurück! Das heißt nicht, dass mir Cupcakes und Co. mit ihrer traumhaften Verspieltheit und Farbenpracht nicht genauso lieb und teuer sind, aber manchmal muss es einfach ein Klassiker sein, findet ihr nicht auch?

Heute habe ich daher ein total unkompliziertes Rezept aus besagtem Buch für euch. Das Buch findet ihr unter dem Namen Backschätze in der Buchhandlung eures Vertrauens oder aber hier. Die kleinen Buttermilchknoten gibt es sowohl als süße, als auch als herzhafte Variante. Auf jeden Fall sind sie herrlich schnell zubereitet und sehen aber durch den Knoten wahnsinnig raffiniert aus! Frisch aus dem Ofen, mit einem Stück Butter, sind sie der Knaller!



Zutaten

350 g Mehl 
3 TL Backpulver
1 TL Salz
50 g kalte Butter
1 Ei
150 g Buttermilch
1 Eigelb + 2 EL Milch zum Bestreichen


Zubereitung

Bevor du mit dem Backen beginnst, heizt du den Backofen auf 180 Grad (Umluft) vor und legst ein Backblech mit Backpapier aus.

Dann mischst du Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel. Du gibst die Butter in Flöckchen dazu und krümelst sie schnell mit den Fingern unter die Mischung. Nun schlägst du das Ei schaumig und gibst es mit der Buttermilch zu der Mehlmischung. Im Backbuch ist angegeben, dass man den Teig nun mit einem Holzlöffel verrühren soll. Das habe ich auch getan und es hat wunderbar funktioniert. Sicherlich ist es aber auch möglich, das Handrührgerät zu benutzen.

Sobald sich die Zutaten des Teigs gut verbunden haben, nimmst du den Teig aus der Schüssel und knetest in, bis er glatt ist. Dann formst du ihn zu einer Rolle und schneidest diese in 12 gleich große Stücke. Die Teigstücke solltest du zu etwa 20 cm langen Rollen formen, dann kannst du sie am Besten zu einem einfachen Knoten machen. Die fertigen Knoten legst du schonmal auf´s vorbereitete Blech.

Anschließend verrührst du das Eigelb mit der Milch und bestreichst damit die Buttermilchknoten. Diese kommen dann auf der mittleren Schiene für etwa 15 - 20 Minuten in den Backofen.

Für die süße Variante gibst du zusätzlich noch 2 EL Zucker zum Teig.



Holzbrett (im Sale) und Brotkorb: Das Depot
Geschirrhandtuch: Karstadt

Ich bin mir sicher, beim nächsten Brunch oder Picknick machen die kleinen raffinierten Knoten echt was her! Hab viel Spaß beim Ausprobieren!

Liebste Grüße 
Eure Katie


Eine Reise in die Toskana ...

... oder wie gestalte ich knapp 24 Std. in Pisa!? Genau soviel Zeit blieb uns nämlich um Pisa und seine Umgebung im Mai zu entdecken. Dann sollte es nämlich schon weiter nach Marokko zu der Hochzeitsfeier meines Schwagers gehen. Die Idee kam von meinem Mann. Ich war wenig begeistert. Weniger als 24 Std. in einer Stadt? Wäre das nicht sinnlos und viel zu stressig? Ich habe meine Zweifel über Bord geworfen und einfach mitgemacht. Was soll ich sagen, es hat sich sowas von gelohnt. Würde ich auf jeden Fall wieder machen! Es war weder sinnlos und schon gar nicht stressig. Es war eine wunderschöne Zeit! Aber fangen wir vorne an:

Wir flogen am 1. Mai los. Der Flug ging etwa um 10 Uhr von Hahn aus. Um ca. 11.30 Uhr waren wir in Pisa. Wenn man schon weniger als 24 Std. zur Erkundung einer Stadt hat, wünscht man sich eigentlich, dass jegliches Chaos von einem fern bleibt. Aber da Wünsche in der Regel eher selten in Erfüllung gehen und schon gar nicht wenn sie wichtig sind, brach das Chaos schon am Flughafen über uns herein.
Mein Mann hatte seine neue Schildkappe im Flugzeug vergessen. Bemerkt haben wir das, als wir gerade den Zollbereich verließen und nicht mehr zurück konnten. Juhuuu! Falls euch das auch mal passieren sollte: Keine Panik, sucht einfach den Schalter für verlorengeganges Gepäck auf. Einen Schalter für "Hut im Flugzeug vergessen" gibt es nämlich nicht. Nach etwa 40 Minuten tauchten gleich zwei Kappen auf, eine davon gehörte meinem Mann. Doppel Juhuu!
Damit war unsere Chaossträhne aber leider noch nicht beendet. Es ging weiter mit der Suche nach einem Bus in die Innenstadt von Pisa. Während ich auf die Kappe wartete, hatte sich mein Mann am Busticketschalter angestellt. Er kam ratlos zurück. Man hatte ihm gesagt, wir sollten ein Taxi nehmen, heute fuhren keine Busse. Hö? Warum das? Vielleicht ein Kommunikationsproblem? Also, erneut in die (sehr lange) Schlange eingereiht, leider selbes Ergebnis: Heute nur Taxi. Na ja, vielleicht war das ja der falsche Schalter, wir gingen ins Informationsbüro. Dort bekamen wir die Info, wir sollen uns an (besagtem) Ticketschalter ein Busticket holen. Aha ...! Ihr könnt euch vorstellen, wir waren verwirrt. Erneutes nachfragen am Ticketschalter ergab: Keine Busse. Erneutes Nachfragen an der Information ergab: Ach so, dann halt Taxi. Es blieb verwirrend. Erstmal raus aus dem Flughafen. Lange Rede, kurzer Sinn: Am 1. Mai fahren in Pisa einfach mal gar keine Busse. Es gab dann zum Glück doch einen Shuttlebus zum Hauptbahnhof von Pisa (den wir durch Zufall entdeckten), den Rest des Weges zu unserem Hostel mussten wir dann aber zu Fuß bestreiten. So konnten wir aber immerhin schonmal ein bisschen was von der Stadt sehen :)!

 


 

Nachdem wir im Hostel angekommen waren verließ uns dann aber zum Glück das Chaos wieder und der Rest der Reise verlief absolut problemlos. Unser Hostel hat uns sehr gut gefallen. Die Atmosphäre war total familiär und freundlich. Wer also mal nach Pisa kommt und kein Problem hat in Hostels zu übernachten, dem können wir diese kleine, familiäre Unterkunft nur empfehlen.

Hostel Pisa Tower
Via Piave no. 4
56123 Pisa

Da wir direkt neben dem schiefen Turm von Pisa wohnten, ging es natürlich gleich los zum Sightseeing. Wenn man etwas in Pisa gesehen haben muss, dann natürlich den Turm. Von dem kann man allerdings ziemlich schlecht Fotos machen, da immer irgendwelche Menschen im Weg stehen, die den Turm festhalten möchten. Das sieht dann halt auch wirklich total bescheuert aus :)). Wie ihr auf den Fotos erkennen könnt, ist das ganze Ensemble aus Turm, Kathedrale und Baptisterium wirklich sehr schön. Unser Reisetipp: Setzt euch bei schönem Wetter einfach auf die große Wiese und genießt den Anblick. Fotos, auf dem man den schiefen Turm hält kann jeder, den Moment genießen ist unbezahlbar. Alle Gebäude auf dem Gelände kann man besichtigen, auf den Turm kann man sogar hochsteigen. Dafür braucht man lediglich ein Ticket, dass man sich ebenfalls auf dem Gelände kaufen kann. Wir haben diesen Teil des Sightseeings aufgrund des Zeitmangels mal ausgelassen und haben weiter die Stadt erkundet.



Pisa ist, und das wird jetzt wahrscheinlich keinen überraschen, ziemlich alt. Das verleiht der Stadt ein ganz besonderen Flair. Außerdem ist Pisa nicht besonders groß. Für mich wirkte die ganze Stadt, trotz der vielen Touristen, irgendwie total gemütlich und entspannt. Wie mein Mann immer so schön sagt: "Die Touristen verteilen sich gut!" Leider konnten wir natürlich nicht ganz Pisa erkunden und wir haben bestimmt viele tolle und besondere Orte verpasst. Trotzdem hat uns Pisa sehr gut gefallen und wir kommen gerne wieder. Manchmal braucht es auch gar nicht 5 unglaublich alte Sehenswürdigkeiten um sich in eine Stadt zu verlieben, mir reichten schon 5 Paare die auf einer Piazza im Stil der 20 Jahre tanzten. Ach, was war das schön. Ich hätte ihnen ewig zugucken können. Leider wartete am Flughafen aber unser Mietwagen auf uns. Also, ab ins Taxi (wir erinnern uns, am 1. Mai fahren ja keine Busse) und zurück zum Flughafen. Da dies unser erster Mietwagen war, will ich kurz von unseren Erfahrungen berichten. Buchung und Abwicklung sind absolut problemlos verlaufen. Auto (Dacia) war total in Ordnung. Wir waren begeistert. Mit dem Auto ging es dann Richtung Strand, genauer gesagt, nach Marina de Pisa. Mittlerweile knurrte uns ganz schön der Magen und wir machten uns dort auf die Suche nach einer Pizzeria, denn wenn man schon mal in Italien ist, dann muss man ja wohl auch Pizza essen. Durch Zufall stießen wir auf eine kleine, süße Pizzeria, in der unser Hunger dann mit echt italienischer Steinofenpizza gestillt wurde. Unser Reisetipp:

 Pizzeria "La Rustica" 
Via Maiorca, 98
Marina di Pisa, 
Pisa, Italien

 
Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Auto nach Lucca, einer kleinen mittelalterlichen Stadt. Wer mit dem Auto unterwegs ist und Lucca besuchen möchte, sollte außerhalb der Stadtmauern parken. Dort gibt es extra viele Parkplätze für Touristen. Die Straßen in der Stadt sind ziemlich eng, die Parkmöglichkeiten daher sehr eingeschränkt und außerdem sehr teuer. Lucca kann man sehr gut zu Fuß besichtigen. Es lohnt sich früh dort zu sein, denn gegen Mittag kommen viele Touristengruppen und in den engen Straßen wird es dann doch etwas ungemütlich. Alte Häuser und enge Gassen verleihen auch Lucca eine ganz eigene Atmosphäre. Auch hier haben wir uns das große Sightseeingprogramm gespart und haben uns einfach nur durch die Stadt treiben lassen. Zwischendurch wurde mal eine kleine Pause bei einem italienisches Eis, andere Süßigkeiten oder einem Café Latte eingeschoben. Auch hier konnten wir leider nicht alles sehen, aber die Stadt einen einen sehr guten ersten Einrduck hinterlassen.




Bevor wir dann wieder zum Flughafen mussten, machten wir noch einen kurzen Abstecher an den Strand, diesmal ging es nach Viareggio. Dort gibt es einen kilometerlangen Sandstrand mit Strandpromenade. In Lucca blieb uns die Sonne treu, auf dem Weg nach Viareggio begann es dann aber zu regnen. Daher keine Fotos vom Strandbesuch. Bei sonnigem Wetter stelle ich mir einen Besuch dort aber wunderbar vor. Trotzdem machten wir bei Nieselregen einen kleinen Spaziergang am Strand entlang und wärmten uns dann in einem der vielen Strandrestaurants bei Pasta wieder auf.

Dann war unsere Zeit in Italien auch leider schon vorbei. Um 17 Uhr mussten wir den Mietwagen in Pisa wieder abgeben, um 19 Uhr ging es mit dem Flugzeug Richtung Marokko.
Pisa und seine Umgebung hat uns sehr, sehr gut gefallen. Die Menschen, denen wir begegnet sind waren alle unglaublich herzlich, hilfsbereit und freundlich. Wir werden auf jeden Fall wieder kommen!

Unsere Reisetipps:
  1. Hostel "Pisa Tower", kleines, gemütliches Hostel, in zentraler Lage
  2. auf der Piazza del Duoma den Moment genießen
  3. Pizzaria "La Rustica" in Marina de Pisa
  4. Lucca und Viareggio besuchen
  5. mit einem eigenen Wagen bzw. Mietwagen ist man in der Toskana gut beraten
  6. durch die alten Städtchen bummeln und den Moment genießen
Mittlerweile waren wir auch ein zweites Mal in der Toskana: Wir haben nämlich unseren Sommerurlaub dort verbracht! I am so in love! Ihr könnt euch also auf einen weitere, ausführliche Reisebrichte aus der Toskana freuen! Den besonderen Reisebericht über das unglaubliche Erlebnis eine marokkanische Hochzeit besuchen zu dürfen findet ihr hier!

To be continued ... 

Liebste Grüße
Eure Katie