Marokko vegetarisch: Maakouda

Das ich ein kleines Leckermäulchen bin, habt ihr sicherlich gemerkt. Für mich ist Essen eine tolle Sache! Deshalb ist es für mich immer ein besonderes Glück, wenn mein Mann und ich wieder mal nach Marokko reisen. Das Essen ist einfach unschlagbar lecker und bietet eine unbeschreibliche Auswahl an Möglichkeiten. Ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder Süßigkeiten, ob Vegetarier oder nicht, in Marokko findet jeder etwas was ihm schmeckt.Heute habe ich ein vegetarisches Gericht für euch. Maakouda sind Kartoffelpatties, die in Marokko mit großem Erfolg als Streetfood verkauft werden. Das erste Mal habe ich Maadouda im Mai probiert und zurück in Deutschland wurde sofort der PC angeschmissen, um das passende Rezept für die kleinen Leckereien zu suchen!




Zutaten für ca 15 Patties

1 kg Kartoffeln, weichkochend
1 Ei
1 EL glatte Petersilie
1 EL Koriander
2 TL Kreuzkümmel
2 TL Salz
1 TL Pfeffer
Mehl
2 Eier
Öl 




Zubereitung

Für Maakouda solltest du am Besten weichkochende Kartoffeln verwenden, diese lassen sich besser verarbeiten. Bevor du beginnst, solltest du dir am Besten ein Backblech mit Backpapier vorbereiten, auf das du die fertigen Patties legen kannst.
Zuerst musst du die Kartoffeln schälen und waschen. Anschließend gibst du sie in kochendes Wasser und kochst sie, bis sie weich gekocht sind. 
Während die Kartoffeln kochen, kannst du die Petersilie und den Koriander klein schneiden. 
Gibt die gekochten Kartoffeln in eine Schüssel und zerdrücke sie mit einer Gabel. Nun gibst du die Gewürze und das Ei dazu und vermischst alles miteinander. Im nächsten Schritt formst du die Kartoffelmasse zu Patties, die du auf das vorbereitete Backblech legen kannst. 
Zum Frittieren bereitest du einen Teller mit Mehl, eine Schüssel mit geschlagenen Eiern und eine Pfanne mit Öl vor. Nun wendest du die Patties erst im Ei, dann im Mehl und gibst sie anschließend in das heiße Öl. Achte darauf, dass das Öl wirklich sehr heiß ist, bevor du die Patties hinein gibst!
Die fertigen Patties sollten von beiden Seiten goldbraun sein. Nimm sie aus der Pfanne und lege sie auf einen Teller mit Küchenpapier, um das überschüssige Öl aufzusaugen. 




Maakouda isst man am Besten warm, entweder als Vorspeise, oder als Beilage zu einem Gericht deiner Wahl. Sehr lecker und das ist meine persönliche Empfehlung, schmecken sie in einem Sandwich! Dafür brauchst du nur Baguette oder Fladenbrot und füllst es mit Maakouda, Tomaten, Oliven und einer Soße deiner Wahl z.B. Ketchup. Super lecker! Schade, dass es Maakouda noch nicht als Streetfood nach Deutschland geschafft hat!

Während der vegetarischen Weltreise ging es auch nach Mexiko. Mein Rezept findet ihr hier.
 
 Vegetarische Weltreise - Marokko

Viel Spaß beim Ausprobieren und lasst es euch schmecken!

Liebste Grüße
Eure Katie




Alles Banane? Heute gibts Bananenmuffins!

Bananenmuffins gehören für mich in die Kategorie Soulfood. Besonders in den dunkleren Jahreszeiten Herbst und Winter, bin ich total verrückt danach. Kein Wunder, immerhin gehören Bananen zu den gesunden Glücklichmachern! Anlässlich unseres 4. (!!!) Hochzeitstages gibt es heute mein liebstes Bananenmuffinrezept für euch!

 

Zutaten für 12 Stück

3 vollreife Bananen
200 g Mehl
2 TL Backpulver
1/4 TL Zimtpulver
125 g weiche Butter
150 g brauner Zucker
2 Eier
200 ml Buttermilch



Zubereitung

30 Minuten bevor du mit dem Backen beginnst, holst du die Butter aus dem Kühlschrank und schneidest sie grob klein. Dann wird sie schneller weich und du kannst ohne Probleme durchstarten. 
Den Backofen heizt du auf 180 Grad (Umluft) vor und legst die Förmchen in das Muffinblech. 

Anschließend kannst du die Bananen schälen und mit einer Gabel kleindrücken. Das Mehl mischst du mit dem Backpulver und dem Zimt in einer Schüssel.
In einer weiteren Schüssel verrührst du die Butter mit dem Zucker. Rühre einzeln die Eier unter. Wenn du alles gut verrührt hast, kannst du die Bananen und die Buttermilch hinzufügen. 
Zum Schluß rührst du zügig die Mehlmischung unter und füllst den Teig anschließend in die Muffinform. 

Die Muffins müssen etwa 20 - 25 Minuten backen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob die Muffins fertig sind, kannst du eine Stäbchenprobe machen. Einfach mit einem Holz- oder Metallstab in die Mitte des Muffins stechen. Bleibt Teig dran hängen, brauchen die Muffins noch ein bisschen Zeit im muckelig warmen Ofen! 
Sobald die Muffins fertig sind, holst du sie aus dem Backofen und lässt sie auf einem Kuchengitter auskühlen. Anschließend kannst du sie mit Puderzucker bestäuben und den Gästen auf der sonntäglichen Kaffeetafel servieren! Wem die Kuchenplatte gefällt, hier findet ihr die Anleitung zum Nachbasteln!



Muffinförmchen: Miss Étoile
Geschirr: Flohmarkt
Kuchenplatte: DIY

Dann wünsche ich euch, dass die Bananenmuffins euch genauso glücklich machen wie mich! Viel Spaß beim Nachbacken! 

Liebste Grüße
Eure Katie



DIY: bunte Kuchenplatte

Schon so lange habe ich mir eine schöne, große Kuchenplatte gewünscht. Nur leider sind die im Handel nicht unbedingt günstig. Daher habe ich mich bisher immer zurück gehalten, aber meinen Traum doch nie ganz aufgegeben. Zum Glück habe ich bei Pinterest eine super DIY Idee entdeckt, die ich sofort umgesetzt habe! Vielleicht ist das auch was für euch! Die Kuchenplatte ist nicht schwer herzustellen und sieht prima aus!


 Für die Kuchenplatte braucht ihr:
  • einen Pflanzenuntersetzer aus Ton/ Terracotta (Durchmesser ca. 24 cm)
  • einen Tontopf (Innendurchmesser ca. 12 cm)
  • Sprühfarbe (ich habe Marabu Do-it Color Spray verwendet)
  • Heißklebepistole/ o. Holzleim/ o. Montagekleber

Die Utensilien für die Kuchenplatte bekommt ihr in jedem Baumarkt und Bastelladen. Zuerst müsst ihr den Pflanzenuntersetzer, sowie den Tontopf gleichmäßig mit der Sprühfarbe besprühen.Dies solltet ihr auf jeden Fall draußen machen und den Untergrund gut mit Zeitungen abdecken. Das Spray solltet ihr in mehreren Schichten dünn auftragen. Das nimmt etwas Zeit und Geduld in Anspruch, lohnt sich aber. Nach jedem Sprühvorgang gut trocknen lassen und dann erst mit der nächsten Schicht beginnen. Wird zuviel Farbe gleichzeitig aufgesprüht, gibt es im schlimmsten Fall häßliche Ränder - ja genau, ich habe das mal für euch getestet :)! Wenn die Farbe gut deckt und ihr mit eurem Werk zufrieden seid, könnt ihr mit dem sprayen aufhören. Kurze Anmerkung zu der Farbe von Marabu: Die Farbe ist super, die Dosen sind mit ca. 150 ml nur sehr klein und das Spray ist in kurzer Zeit aufgebraucht. Entweder kauft ihr gleich drei Spraydosen, oder aber ihr findet eine Sprühfarbe mit mehr Inhalt! Das erspart euch einen weiteren Besuch im Bastelladen, indem ihr dann wieder nur viel unnötiges Zeug kauft und viel Geld ausgebt, ... :)!
 

Im nächsten Schritt wird der Pflanzenuntersetzer, sobald alles gut getrocknet ist, auf den Tontopf geklebt. Dies habe ich mit Heißkleber gemacht und bisher hält das ganz gut. Alternativ könnt ihr aber auch Holzleim oder Montagekleber verwenden. Schaut einfach, was ihr so in eurer Bastelwerkstatt findet!
 

Wenn der Pflanzenuntersetzer gut auf dem Tontopf angetrocknet ist, habt ihr es auch schon geschafft! Jetzt könnt ihr eure Kuchen, Torten, Muffins oder Cucpakes wunderbar präsentieren! Da es sich bei den meisten Sprühfarben- und lacken nicht um lebensmittelechte Farben handelt, d.h. sie sollten nicht unbedingt in Berührung mit Lebensmitteln kommen, empfehle ich Tortenspitze als Unterlage bei Kuchen und Torten! Das sind die Leckereien vor möglichen Chemikalien geschützt und es sieht auch noch hübsch aus!Wenn ihr lebensmittelechte Sprühfarbe findet, umso besser. Mir ist das leider nicht gelungen - hier bin ich für eure Tipps sehr dankbar!

Und was sagt ihr? Kann sich das fertige Produkt sehen lassen? Ich freue mich schon auf meine nächsten Backaktionen! Die neue Kuchenplatte und ich werden viel Spaß zusammen haben, da bin ich mir sehr sicher :). Natürlich eigenet sich das fertige Endprodukt auch fabelhaft als Geburtstagsgeschenk für die beste Freundin!



Dann wünsche ich euch herrlich viel Spaß beim Nachbasteln! Wer möchte, kann mir gerne ein Foto seiner Kuchenplatte zuschicken! Ich bin doch so neugierig! Falls etwas unverständlich, oder verwirrend war, gerne auch Fragen per Mail an mich! Mehr Bilder von der Kuchenplatte und das Rezept für die Muffins findet ihr hier!

Liebste Grüße
Eure Katie



Eine Hochzeitsfeier in Marokko


Mein Mann und ich haben im Jahr 2010 geheiratet. Das Besondere daran – mein Mann stammt aus Marokko und ich aus Deutschland.  In einer internationalen Ehe, wie wir sie führen, sind die Partner jeden Tag vor eine neue Herausforderung gestellt. Das fängt beim Kennenlernen an und hört beim Austauschen über die unterschiedlichen Kulturen noch lange nicht auf. Jeder Partner bringt Eigenschaften und Erfahrungen mit, die von seiner Kultur und seiner Familie geprägt sind. Und genau das macht eine internationale Beziehung so unglaublich spannend! Man ist gezwungen über den Tellerrand zu schauen und die Perspektive zu wechseln. Wenn man sich mit einer gesunden Portion Offenheit, Neugierde und Diskussionsfreude darauf einlässt, ist das zwar nicht das Erfolgsrezept zum lebenslangen Glück, sollte aber zu einem gemeinsamen und glücklichen Leben beitragen.

Für mich persönlich ist unsere Beziehung sehr bereichernd! Die Welt, die sich mir durch meinen Mann eröffnet hat, ist unglaublich bunt und vielseitig! Vielleicht wäre ich auch ohne einen marokkanischen Mann irgendwann mal als Touristin in Marokko gelandet, aber die Perspektive, aus der ich das Land entdeckt hätte, wäre nicht dieselbe gewesen.
Wieso ich euch das alles erzähle? Weil ich durch meine wunderbare internationale Ehe im Mai auf einer marokkanischen Hochzeit eingeladen war. Und wenn ihr eine Liste mit dem Namen „Was ich mal gemacht haben möchte, bevor ich sterbe“ habt, dann schreibt drauf: „Besuch einer marokkanischen Hochzeit!
Dieses Erlebnis war unglaublich und wahnsinnig schön! Nicht umsonst gehört die marokkanische Hochzeit zu einer der schönsten und aufwendigsten Hochzeitsfeiern der Welt. Aber fangen wir von vorne an.

Geheiratet hat der Bruder meines Mannes (also mein Schwager).  Ich war so aufgeregt und neugierig und wusste überhaupt nicht, was da eigentlich auf mich zukommt. Mir war bewusst, es würde ein Erlebnis werden, aber was dann da am Ende auf mich wartete, machte mich im Grunde eigentlich nur sprachlos!


Begonnen hat alles mit der Suche nach einem Kleid für mich. In Marokko geht man nicht unbedingt in einem Kleid wie wir es in Deutschland tragen würden z.B. ein Etuikleid, auf eine Hochzeitsfeier, sondern man trägt einen Kaftan. Kaftane sind kunstvoll bestickte Kleider, die meistens in Handarbeit gefertigt werden – kurzgesagt, sie sind traumhaft schön! Nun musste auch für mich ein solcher Kaftan her. Er war goldgelb und wunderschön bestickt. Früher hätte ich mir nicht mal im Traum vorstellen können, so etwas zu tragen, aber als ich den Kaftan dann anhatte, wollte ich ihn eigentlich gar nicht mehr ausziehen. Ich habe mich gefühlt wie eine Prinzessin! Zum meinem Glück kann man Kaftane in Marokko mieten! Der anschließende Besuch beim Friseur war auch ein absolutes Event! So viele kunstvolle und aufwendige Frisuren an einem Ort sind mir noch nie begegnet! Mein Friseur zauberte mir mit sehr viel Liebe zum Detail eine absolute Traumfrisur und trotzte damit den Verständigungsschwierigkeiten!


Die Hochzeitsfeier selbst fand in einem großen Festsaal statt - die vielen Gäste mussten ja auch irgendwo untergebracht werden. Die Feier begann so gegen 19 Uhr. Wir wurden von einer Musikgruppe empfangen, deren Mitglieder traditionell gekleidet waren und auf Trommeln und Blasinstrumenten traditionelle Musik spielten.Und dann warteten wir auf das Brautpaar. Dazu gibt es ein Sprichwort: Die Deutschen haben die Uhren und die Marokkaner die Zeit. Das ist absolut zutreffend und ziemlich sympathisch! Braut und Bräutigam ließen ihre Gäste ein wenig warten - aber als sie dann endlich da waren ging es richtig rund! Das Ehepaar wurde königlich empfangen und gefeiert. Die Braut wurde von vier Trägern auf einer Sänfte in den Saal getragen. Der Bräutigam ging voraus. Dies wurde mit viel Musik, Applaus und Gesang begleitet. Dem Empfang entsprechend war die Braut auch gekleidet und gestyled. Sie trug wunderschöne traditionelle Kleider, die mehrmals am Abend gewechselt wurden, dazu aufwendige Frisuren und das passende Make-Up. Für mich steht definitiv fest: Wer sich einmal in seinem Leben als Prinzessin fühlen möchte, sollte auf jeden Fall marokkanisch heiraten!  In den Pausen, die durch den Kleiderwechsel entstanden, wurden die Gäste mit leckerem Kleinigkeiten verwöhnt. Außerdem sorgte die marokkanische Live-Band für Stimmung! Sobald das Brautpaar in neuem Gewand zurück war, wurde es tanzend, singend und klatschend begrüßt! Sowieso wurde ziemlich viel gefeiert und getanzt! Da war echt was los! Ein weiteres Highlight: Das marokkanische Essen! Gegen 23 Uhr wurden die Häuptgänge serviert. Es gab unter anderem Meeresfrüchtepastilla und Lamm. Große Platten wurden auf die Tische gestellt, von denen wir dann gemeinsam aßen. Es war einfach nur lecker! Die traumhafte und sehr leckere Hochzeitstorte wurde kurz vor dem Ende serviert!
Um 6 Uhr morgens war der Zauber dann (leider) vorbei! Aber ich werde diesen Tag bestimmt nie wieder vergessen und bin sehr glücklich und dankbar, dabei gewesen zu sein! Ein Fest für alle Sinne!



Da dies meine erste marokkanische Hochzeit war und die vielen Eindrücke meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch genommen haben, bin ich leider so gut wie gar nicht zum fotografieren gekommen. Und wenn ich etwas fotografiert habe, eigentlich nur mit dem Handy und dann lässt die Qualität der Fotos echt zu wünschen übrig. Das kann ich euch unmöglich zeigen! Ich hoffe, ihr könnt mir das verzeihen! Die wenigen, verwertbaren Fotos habe ich euch aber hier eingefügt. Bei der nächsten marokkanischen Hochzeit werde ich die Feier (hoffentlich) gewissenhafter dokumentieren! Ich hoffe sehr, dass ich irgendwann nochmal das Vergnügen habe, eine marokkanische Hochzeit zu besuchen! Im Internet habe ich hier und hier Hochzeitsfotografen für euch gefunden, die eine marokkanische Hochzeit fotografiert haben! Viel Spaß beim Angucken! 
Wer jetzt Lust auf Marokko bekommen hat, hier habe ich einige Eindrücke mit euch geteilt!

Falls ihr noch Fragen habt, helfe ich euch gerne weiter! Schreibt mir doch einfach eine E-Mail! 

Liebste Grüße
Eure Katie