Posts mit dem Label Italien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Toskana Teil 4: Florenz

Im 4. und letzten Teil meiner Toskana-Reihe möchte ich euch mit nach Florenz nehmen. Die wunderschöne Stadt am Arno kann bei Kulturfans mit historischen Gebäuden und berühmten Museen punkten. Modefans freuen sich über viele Geschäfte mit wunderschönen Kleidern und Accessoires.
Und auch beim Thema Essen geht es in Florenz bunt und interessant zu.

In einem Anflug von naivem Optimismus, glaubten wir Florenz in einem Tag  ansehen zu können. Aber das hat von vorne bis hinten nicht funktioniert. Wer nicht von einer Sehenswürdigkeiten zur nächsten hetzen möchte und nebenbei auch noch ein bisschen Shopping einplant, der sollte mindestens einen 3 tägigen Aufenthalt für Florenz vorsehen. Mit einem Tagesausflug wird man dieser großartigen Stadt nicht gerecht und fährt mehr oder weniger frustriert wieder nach hause.


Und da habe ich schon ein paar Tipps für euch:

1. Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Kathedrale Santa Maria del Fiore sollte man besonders am Vormittag meiden. Alle Touristen stellen sich dort an und man muss mit mindestens 2 Std. Wartezeit rechnen. Lieber am Nachmittag gegen 15 Uhr vorbeischauen, da sind die Warteschlangen nicht mehr besonders lang und die Mittagshitze hat ein wenig nachgelassen




2. Um den Warteschlangen am Ticketschalter (nicht am Eingang!) zu entgehen, kann man im Internet die Eintrittskarten für die Kathedrale und Museen schon vorab kaufen. Vorsicht, meistens sind die Tickets teurer als vor Ort. Nötig ist dies nicht unbedingt. Wir hatten im Internet die Eintrittskarten für die Kathedrale und die Uffizien gekauft. Fazit: Die Ticketschalter für die Kathedrale sind so gut organisiert und besetzt, dass unser frühzeitiger Kauf unnötig war. Die Schlange für den Ticketschalter bei den Uffizien war hingegen ziemlich lang. Da wir die Tickets schon hatten, konnten wir dieser Warteschlange entgehen und kamen direkt ins Museum.


3. Bei der Besichtigung aller Kirchen in Italien geht es sehr streng zu. Schulterfrei und Minirock ist verboten d. h. Frauen mit Trägertop und Männer in Shorts bekommen eine Art Stoffumhang, der die betreffenden Stellen bedecken soll. Das sieht sehr seltsam aus :). Falls ihr also vorhabt, eine Kirche zu besichtigen, zieht euch lieber T-Shirt und lange Hose an, oder nehmt euch eine Strickjacke oder ein Tuch mit.


To-Do-Sightseeing
  • Kathedrale Santa Maria del Fiore
  • Uffizien
  • Ponte Veccio
  • Piazza della Signoria
 Ansonsten kann man wunderbar durch die schmalen Gassen von Florenz bummeln und einen Espresso trinken oder das Portemonnaie beim Shoppen strapazieren. Lasst die Stadt einfach auf euch wirken! Mir hat Florenz sehr gut gefallen. Leider hatten wir nicht genug Zeit, aber wir werden eines Tages bestimmt wieder kommen!


Damit verabschieden wir uns entgültig aus der Toskana! Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Zeit und ihr konntet was für eure Reiseplanung mitnehmen.

Toskana: Teil 1
Toskana: Teil 2
Toskana: Teil 3

Liebste Grüße
Eure Katie


Toskana Teil 3: Siena und Chianti

Und es geht weiter mit unserer Toskanareise! Steigt ein, heute möchte ich mit euch Siena besuchen und auf dem Rückweg fahren wir durch das wunderschöne Chianti-Gebiet.

Aber jetzt geht es erstmal nach Siena. Weil eigentlich haben wir nur wegen dieser einen Stadt Urlaub in der Toskana gemacht - ja, genau, und das ist definitiv nicht verrückt! :)
Wie kam es dazu!? Es war so, dass ich dieses Buch geschenkt bekommen habe. Die Geschichte hat mich sofort gefangen genommen und ab diesem Zeitpunkt hatte ich den Traum, Siena (und dann halt auch die Toskana) zu besuchen. Jetzt war es im letzten Sommer endlich soweit und was soll ich sagen - die Stadt ist traumhaft.


Faszinierend finde ich ja besonders die unterschiedlichen Stadtviertel, die sogenannten Contraden. Jede Contrade hat ihr eigenes Wappen mit einem Tier. Und so kann man anhand einer speziellen Karte durch die Stadt wandern und sich die unterschiedlichen Contraden ansehen. Keine Angst vor der Mittagshitze. Wie viele Städte in der Toskana ist auch Siena so gebaut, dass die Gässchen eng, schmal und schattig sind.




Natürlich müsst ihr in Siena den Dom ansehen. Man kommt nicht dran vorbei, immerhin steht er unübersehbar in der Stadt und hat einiges an Geschichte vorzuweisen. Mir persönlich hat der Dom am besten gefallen. Er ist ein sehr beeindruckendes Gebäude, sowohl von innen, als auch von außen. Es gibt ein Kombiticket, mit dem man den gesamten Dom ansehen kann. Falls ihr Lust auf Sightseeing habt, würde ich euch dieses Ticket empfehlen. Man kann es direkt in Siena am Dom kaufen - je nachdem wie früh ihr da seit, stellt euch auf Warteschlangen ein.



Nächster Höhepunkt in Siena ist der Piazza del Campo. Hier trifft man meistens müde Touristen, die sich bei einer Tasse Kaffee oder einem Eis ausruhen. Das Besondere an der Piazza ist, dass sie abfällig ist. Am Ende der Schräge steht der Palazzo Pubblico mit dem Torre del Mangia. Außerdem findet hier zweimal im Jahr das berühmte Pferderennen Palio statt. Wer dieses Ereignis mal miterleben möchte, wir waren gerade zwischen den beiden Terminen da, sollte am 2.07.15 oder am 16.08.15 nach Siena kommen.


Und jetzt möchte ich euch noch eine Eisdiele am Piazza del Campo ans Herz legen. Natürlich könnte das Eis preislich billiger sein und natürlich könnte man deshalb eine Eisdiele in den kleinen engen Gässchen suchen, aber wieso sollte man das tun, wenn dieses Eis so so lecker schmeckt und man sogar die Geschacksrichtung Oreo bekommt? Richtig, man schießt alle Bedenken in den Wind und holt sich ein Eis bei Gelateria Artigianale! Übrigens ersetzt ein Eis in der Toskana eine ganze Mahlzeit, aber das ist ok, es schmeckt ja auch sehr gut!

Gelateria Artigianale
Piazza del Campo
Siena

Und dann können wir uns einfach gemütlich durch die mittelalterlichen Gassen von Siena treiben lassen, durch die Fußgängerzone spazieren und ein bisschen shoppen oder in einer kleinen Pizzeria köstliche italienische Leckereien ausprobieren, bevor wir das Chianti-Gebiet erkunden.


Das Chianti-Gebiet ist natürlich vorallem durch den Weinanbau bekannt und für die Weintrinker unter euch lohnt sich ein Besuch also doppelt. Man kann nämlich an dem ein oder anderen Weingut halten und ein paar Flaschen für daheim besorgen! Da wir allerdings keinen Alkohol trinken, haben wir ausschließlich die Natur und den Ausblick genossen. Es lohnt sich auch auf dem Weg ein Päuschen in einem der kleinen Dörfchen einzulegen. Sehr idyllisch und weit ab der Touristenströme! Wir sind von Siena nach Castellina in Chianti gefahren. Die Straße war kurvig und eng, die Natur einfach nur wunderschön anzusehen. Ein Abstecher lohnt sich definitiv!



Und falls euch jetzt das Toskanafieber gepackt hat:


Unsere letzte Station führt uns das nächste Mal nach Florenz und bildet somit den krönenden Abschluß unserer Reise. Ich freu mich drauf!

Ach ja, habt keine Angst, dass es hier jetzt nur noch Bilder aus der Toskana zu sehen gibt! Diese Woche habe ich anlässlich eines Events auch noch ein Rezept für euch! Ihr dürft also gespannt sein!
Liebste Grüße
Eure Katie


Toskana Teil 2: Volterra + San Gimignano

Willkommen zurück in der Toskana. Heute möchte ich mit euch die Städte Volterra und San Gimignano besuchen. Beide Städte würden von den Etruskern gegründet und können auf ein enormes Alter zurückblicken. Daher bieten sie einiges an historischem Flair und gehören deshalb auf eure To-Do-Liste Sightseeing für die Toskana. Beide Städte sind nicht besonders groß und man kann sie, inklusive der Sehenswürdigkeiten, an einem Tag besichtigen. Unseren ersten Stopp machen wir in
Volterra:


Volterra

Hoch auf einem Berg gelegen, beeindruckt Volterra mit ihrem historischen Flair. Die Stadt dürfte einigen  auch aus der Twilight- Saga bekannt sein. Dort lebt, laut den Romanen von Stephanie Meyer, die Vampirfamilie der Volturi. Zum Glück sind wir bei unserem Besuch dort keinem Vampir begegnet und konnten in der Stadt entspannt auf Entdeckungsreise gehen. Wer doch scharf darauf ist, die Stadt aus der Perspektive der Filme zu entdecken, kann sogar eine Twilight-Tour buchen. Darauf haben wir allerdings verzichtet und uns lediglich einen entspannten Spaziergang durch die historischen Gassen gegönnt.

Ursprünglich wurde Volterra von den Etruskern gegründet, ihr könnt den ältesten Kommunalpalast der Toskana entdecken, sowie ein römisches Theater und die römischen Therme. Berühmt ist Volterra auch für seine Alabastaverarbeitung. In diversen Souvenirshops kann man daher schöne Produkte aus Alabasta erwerben. Wer wenig Lust auf Sightseeing hat, kann durch die alten Gassen bummeln und auf dem Piazza dei Priori einen Espresso genießen. Für uns war Volterra ein schönen, kleines Städtchen.




Und dann geht es auch schon weiter nach San Gimignano

San Gimignano

Wenn jemand vom "mittelalterlischen Manhatten" spricht, habt ihr euch nicht verhört, sondern dann ist San Gimignano gemeint. Diesen Namen verdankt die Stadt den 15 (von ehemals 72) übrig gebliebenen Geschlechtertürmen aus dem Mittelalter. Der Anblick ist wirklich faszinierend. Schon von weitem kann man die Stadt in der hügeligen Landschaft ausmachen. Wer Lust und Zeit hat, hält an einer günstigen Stelle und kann ein Foto aus der Ferne machen.


Auch in San Gimignano bietet sich ein gemütlicher Spaziergang durch die alten Gassen an, um dann auf der Piazza della Cisterna halt zu machen und ein Eis vom Weltmeister zu genießen. Lasst euch von der langen Schlage nicht abschrecken. Es geht sehr schnell und die investierte Zeit lohnt sich wirklich, denn das Eis schmeckt unglaublich lecker.

Piazza della Cisterna 4
53037 San Gimignano, Italien

Wenn ihr einen der Geschlechtertürme besteigen möchtet, geht das nur auf dem Torre Grossa aus dem 13. Jahrhundert. Der Aufstieg lohnt sich, man hat einen atemberaubenden Blick über die Stadt und die angrenzende Landschaft. Wem der Aufstieg allerdings zu mühselig ist, dem können wir einen Spaziergang an der Stadtmauer empfehlen, auch dort genießt man einen traumhaften Ausblick.



Nach einem langen Tag unterwegs, geht es dann auch schon wieder zurück ins Ferienhaus. Dort könnt ihr euch zum Abschluss des Tages dieses Rezept schmecken lassen und den Tag gemütlich auf der Terrasse ausklingen lassen. 

Spaghetti Thunfisch 
Zutaten für 2 Personen

300 g Spaghetti
1 Dose Thunfisch (in Olivenöl)
1 Dose Tomaten, gehackt
1 Glas Kapern
Pfeffer u. Salz
Parmesan


Zubereitung

Du kochst die Spaghetti nach Packungsanleitung. Währenddessen erhitzt du die Pfanne und brätst den Thunfisch mit Öl kurz an. Dann gibst du die Tomatenstücke dazu und lässt das Ganze auf mittlerer Stufe etwa 5 Minuten köcheln. Nun fügst du, je nach Geschmack, die Kapern hinzu. Die Soße lässt du weitere 10 - 15 Minuten, bis sie reduziert ist. Dadurch kommt der Geschmack besser zur Geltung. Jetzt kannst du die Soße mit Pfeffer und Salz würzen. Sobald die Soße fertig ist, kannst du die Spaghetti abschütten und gemeinsam mit der Soße und dem Parmesan auf einem Teller anrichten! Bon Appetito!


In der nächsten Woche besuchen wir gemeinsam die mittelalterliche Stadt Siena, in der auch heute noch jedes Jahr das berühmte Pferderennen Palio aus dem Mittelalter stattfindet.

Toskana: Teil 1 
Toskana: Teil 3

Wo habt ihr diesen Sommer eigentlich Urlaub gemacht? Und habt ihr auch ein kleines bisschen Fernweh?

Liebste Grüße 
Eure Katie


Toskana Teil 1: Herzlich Willkommen

Im Sommer haben wir 8 Tage Urlaub in der Toskana gemacht. Diesen Reisebericht bin ich euch bisher schuldig geblieben - weil ich überhaupt keine Idee hatte, wie ich diese vielen Informationen und Fotos in einen Post bringen sollte. Schließlich habe ich mich dazu entschieden einfach mehrere kleine Berichte zu schreiben und den Urlaub für euch und für mich so etwas in die Länge zu ziehen. Wer kann im November nicht ein bisschen sonnige Urlaubserinnerungen gebrauchen. :-)
Heute habe ich euch außerdem auch noch eine Auswahl meiner persönlichen Toskanaurlaub-Playlist mitgebracht - die ist während der Reise bei uns im Auto hoch und runter gelaufen!


 

Anreise
Diese Reise haben wir mal wieder mit dem Auto gemacht. Von Nürnberg sind wir über Österreich nach Italien gefahren. Sowohl in Österreich, als auch in der Schweiz brauchst du eine Vignette für die Nutzung der Autobahnen. Diese kannst du entweder frühzeitig beim ADAC erhalten, oder aber an einer Tankstelle vor der Grenze. In der Vignette ist nicht der Preis für die Nutzung des Brenner enthalten. Für unsere Reise haben wir für Hin- und Rückfahrt ungefähr 80 Euro an Autobahngebühren gezahlt.

Und um ein bisschen Abwechslung in die 10 stündige Autofahrt zu bringen, habe ich mir einen großen Traum erfüllt - ein Zwischenstopp am Schloß Neuschwanstein. Ach, was war das schön! Generell würde ich empfehlen bei längeren Autofahrten einen Zwischenstopp am Ort eurer Wahl einzulegen. Klar, das kostet natürlich Zeit, hilft aber die Reise mit ein bisschen Abwechslung und Entspannung zu beginnen! Muss ja auch nicht unbedingt das Schloß Neuschwanstein sein! :) Kommt halt drauf an, wo ihr hinfahrt und was auf eurer Route gut zu erreichen ist.



Ferienwohnung in Morona/ Apartment Luna
Unsere Ferienwohnung hatten wir bei einem liebenswerten Ehepaar aus Morona gebucht. Morona ist ein kleines Dorf und gehört zu der Gemeinde Terricciola. Beide Dörfter liegen auf einem Berg. Ihr kommt auf engen, kurvigen Sträßchen dorthin.
Die Ferienwohnung hatte uns schon bei der Suche im Internet total überzeugt. Natürlich hatten wir ein bisschen Angst, dass die Fotos im Internet mehr versprochen hatten, als die Wohnung wirklich hergab. Aber zum Glück war unsere Angst total unbegründet! Die Wohnung war absolut wie im Internet beschrieben und übertraf noch unsere Erwartungen!
Es gibt eine Küche mit Koch- und Sitzmöglichkeit, sowie ein Schlaf- und Badezimmer. Die Wohnung ist sowohl für einen romantischen Urlaub zu zweit, als auch für einen Familienurlaub geeignet. Ein Traum war die Terrasse vor der Wohnung, die besonders zu ausgiebigen Frühstücken einlud. Der Blick in die Natur war atemberaubend.
Das Ehepaar Stefania und Maurizio waren sehr gastfreundlich, hilfsbereit und herzlich. Ganz besonders nett war, dass sie uns einen kleinen Begrüßungssnack mit regionalen Produkten hergerichtet hatten. Und auch sonst konnte man die beiden alles Fragen - an der Kommunikation soll es nicht scheitern, Maurizio spricht gut deutsch, aber auch andere Sprachen sind kein Problem.Gebucht haben wir die Ferienwohnung hier.

 Casa Magnolia di Boni Maurizio e Stefania - Via dei Lecci, 9 - Morrona - Terricciola - Pisa









Land und Leute
Die Toskana ist eine sehr bergige und hügelige Region. Die Straßen sind sehr kurvenreich und schmal. Wir haben uns ziemlich schnell an den dortigen Fahrstil gewöhnt und die rasante Fahrweise der Einheimischen hat uns kaum noch aus der Ruhe gebracht.
In der Toskana muss man ein bisschen Zeit einplanen. Die Dörfer und Städtchen liegen in einiger Entfernung von einander - immerhin muss man ja erst den Berg runter, bevor man einen anderen Berg wieder hoch fahren muss :-)! Ungefähr 20 Minuten von Morona entfernt, findet man ein weiteres kleines Städtchen mit einem gut ausgestatteten Supermarkt. Besonders empfehlen können wir eine kleine Pizzeria in Terricciola, in der wir nicht nur einmal zu Gast waren!

Ristorante Pizzeria Il Morso
Terricciola, Pisa, Italien

Alle anderen sehenswerten Städte liegen etwa 1 Std. von Morona entfernt. Wir empfehlen die Fahrt über die Landstraße, damit vermeidet ihr die Autobahngebühren und habt Zeit die landschaftlich wunderschöne Toskana zu entdecken!
Auch wenn das Gebiet vom Tourismus lebt, merkt man das nicht unbedingt bzw. nur in den großen Städten. In Morona und Umgebung erlebt man in den Dörftern und Städchen eine sehr authentische Toskana.  Die Menschen dort waren alle sehr hilfsbereit, gastfreundlich und herzlich!



Reisemusik
Für einen Roadtrip benötigt man natürlich den passenden Soundtrack. Vorab habe ich mir im Intenet die passenden Musikstücke zusammen gekauft und auf CD gebrannt :-)! Für euch habe ich eine kleine Auswahl zusammengestellt:

Rather be - Clean Bandit
Magic - Coldplay


Warst du auch schonmal in der Toskana? Und was ist dein liebstes Reiseziel?  


So, dann bleibt dran, wenn ich nächste Woche mit euch Volterra und San Gimignano besuchen möchte! Volterra düfte vielen durch die Twilight-Filme etwas sagen - daher esst ihr am Besten vorher viel Knoblauch, dann werden wir auch nicht von den Vampiren gebissen! :-) Ich freu mich drauf!

Liebste Grüße 
Eure Katie


Eine Reise in die Toskana ...

... oder wie gestalte ich knapp 24 Std. in Pisa!? Genau soviel Zeit blieb uns nämlich um Pisa und seine Umgebung im Mai zu entdecken. Dann sollte es nämlich schon weiter nach Marokko zu der Hochzeitsfeier meines Schwagers gehen. Die Idee kam von meinem Mann. Ich war wenig begeistert. Weniger als 24 Std. in einer Stadt? Wäre das nicht sinnlos und viel zu stressig? Ich habe meine Zweifel über Bord geworfen und einfach mitgemacht. Was soll ich sagen, es hat sich sowas von gelohnt. Würde ich auf jeden Fall wieder machen! Es war weder sinnlos und schon gar nicht stressig. Es war eine wunderschöne Zeit! Aber fangen wir vorne an:

Wir flogen am 1. Mai los. Der Flug ging etwa um 10 Uhr von Hahn aus. Um ca. 11.30 Uhr waren wir in Pisa. Wenn man schon weniger als 24 Std. zur Erkundung einer Stadt hat, wünscht man sich eigentlich, dass jegliches Chaos von einem fern bleibt. Aber da Wünsche in der Regel eher selten in Erfüllung gehen und schon gar nicht wenn sie wichtig sind, brach das Chaos schon am Flughafen über uns herein.
Mein Mann hatte seine neue Schildkappe im Flugzeug vergessen. Bemerkt haben wir das, als wir gerade den Zollbereich verließen und nicht mehr zurück konnten. Juhuuu! Falls euch das auch mal passieren sollte: Keine Panik, sucht einfach den Schalter für verlorengeganges Gepäck auf. Einen Schalter für "Hut im Flugzeug vergessen" gibt es nämlich nicht. Nach etwa 40 Minuten tauchten gleich zwei Kappen auf, eine davon gehörte meinem Mann. Doppel Juhuu!
Damit war unsere Chaossträhne aber leider noch nicht beendet. Es ging weiter mit der Suche nach einem Bus in die Innenstadt von Pisa. Während ich auf die Kappe wartete, hatte sich mein Mann am Busticketschalter angestellt. Er kam ratlos zurück. Man hatte ihm gesagt, wir sollten ein Taxi nehmen, heute fuhren keine Busse. Hö? Warum das? Vielleicht ein Kommunikationsproblem? Also, erneut in die (sehr lange) Schlange eingereiht, leider selbes Ergebnis: Heute nur Taxi. Na ja, vielleicht war das ja der falsche Schalter, wir gingen ins Informationsbüro. Dort bekamen wir die Info, wir sollen uns an (besagtem) Ticketschalter ein Busticket holen. Aha ...! Ihr könnt euch vorstellen, wir waren verwirrt. Erneutes nachfragen am Ticketschalter ergab: Keine Busse. Erneutes Nachfragen an der Information ergab: Ach so, dann halt Taxi. Es blieb verwirrend. Erstmal raus aus dem Flughafen. Lange Rede, kurzer Sinn: Am 1. Mai fahren in Pisa einfach mal gar keine Busse. Es gab dann zum Glück doch einen Shuttlebus zum Hauptbahnhof von Pisa (den wir durch Zufall entdeckten), den Rest des Weges zu unserem Hostel mussten wir dann aber zu Fuß bestreiten. So konnten wir aber immerhin schonmal ein bisschen was von der Stadt sehen :)!

 


 

Nachdem wir im Hostel angekommen waren verließ uns dann aber zum Glück das Chaos wieder und der Rest der Reise verlief absolut problemlos. Unser Hostel hat uns sehr gut gefallen. Die Atmosphäre war total familiär und freundlich. Wer also mal nach Pisa kommt und kein Problem hat in Hostels zu übernachten, dem können wir diese kleine, familiäre Unterkunft nur empfehlen.

Hostel Pisa Tower
Via Piave no. 4
56123 Pisa

Da wir direkt neben dem schiefen Turm von Pisa wohnten, ging es natürlich gleich los zum Sightseeing. Wenn man etwas in Pisa gesehen haben muss, dann natürlich den Turm. Von dem kann man allerdings ziemlich schlecht Fotos machen, da immer irgendwelche Menschen im Weg stehen, die den Turm festhalten möchten. Das sieht dann halt auch wirklich total bescheuert aus :)). Wie ihr auf den Fotos erkennen könnt, ist das ganze Ensemble aus Turm, Kathedrale und Baptisterium wirklich sehr schön. Unser Reisetipp: Setzt euch bei schönem Wetter einfach auf die große Wiese und genießt den Anblick. Fotos, auf dem man den schiefen Turm hält kann jeder, den Moment genießen ist unbezahlbar. Alle Gebäude auf dem Gelände kann man besichtigen, auf den Turm kann man sogar hochsteigen. Dafür braucht man lediglich ein Ticket, dass man sich ebenfalls auf dem Gelände kaufen kann. Wir haben diesen Teil des Sightseeings aufgrund des Zeitmangels mal ausgelassen und haben weiter die Stadt erkundet.



Pisa ist, und das wird jetzt wahrscheinlich keinen überraschen, ziemlich alt. Das verleiht der Stadt ein ganz besonderen Flair. Außerdem ist Pisa nicht besonders groß. Für mich wirkte die ganze Stadt, trotz der vielen Touristen, irgendwie total gemütlich und entspannt. Wie mein Mann immer so schön sagt: "Die Touristen verteilen sich gut!" Leider konnten wir natürlich nicht ganz Pisa erkunden und wir haben bestimmt viele tolle und besondere Orte verpasst. Trotzdem hat uns Pisa sehr gut gefallen und wir kommen gerne wieder. Manchmal braucht es auch gar nicht 5 unglaublich alte Sehenswürdigkeiten um sich in eine Stadt zu verlieben, mir reichten schon 5 Paare die auf einer Piazza im Stil der 20 Jahre tanzten. Ach, was war das schön. Ich hätte ihnen ewig zugucken können. Leider wartete am Flughafen aber unser Mietwagen auf uns. Also, ab ins Taxi (wir erinnern uns, am 1. Mai fahren ja keine Busse) und zurück zum Flughafen. Da dies unser erster Mietwagen war, will ich kurz von unseren Erfahrungen berichten. Buchung und Abwicklung sind absolut problemlos verlaufen. Auto (Dacia) war total in Ordnung. Wir waren begeistert. Mit dem Auto ging es dann Richtung Strand, genauer gesagt, nach Marina de Pisa. Mittlerweile knurrte uns ganz schön der Magen und wir machten uns dort auf die Suche nach einer Pizzeria, denn wenn man schon mal in Italien ist, dann muss man ja wohl auch Pizza essen. Durch Zufall stießen wir auf eine kleine, süße Pizzeria, in der unser Hunger dann mit echt italienischer Steinofenpizza gestillt wurde. Unser Reisetipp:

 Pizzeria "La Rustica" 
Via Maiorca, 98
Marina di Pisa, 
Pisa, Italien

 
Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Auto nach Lucca, einer kleinen mittelalterlichen Stadt. Wer mit dem Auto unterwegs ist und Lucca besuchen möchte, sollte außerhalb der Stadtmauern parken. Dort gibt es extra viele Parkplätze für Touristen. Die Straßen in der Stadt sind ziemlich eng, die Parkmöglichkeiten daher sehr eingeschränkt und außerdem sehr teuer. Lucca kann man sehr gut zu Fuß besichtigen. Es lohnt sich früh dort zu sein, denn gegen Mittag kommen viele Touristengruppen und in den engen Straßen wird es dann doch etwas ungemütlich. Alte Häuser und enge Gassen verleihen auch Lucca eine ganz eigene Atmosphäre. Auch hier haben wir uns das große Sightseeingprogramm gespart und haben uns einfach nur durch die Stadt treiben lassen. Zwischendurch wurde mal eine kleine Pause bei einem italienisches Eis, andere Süßigkeiten oder einem Café Latte eingeschoben. Auch hier konnten wir leider nicht alles sehen, aber die Stadt einen einen sehr guten ersten Einrduck hinterlassen.




Bevor wir dann wieder zum Flughafen mussten, machten wir noch einen kurzen Abstecher an den Strand, diesmal ging es nach Viareggio. Dort gibt es einen kilometerlangen Sandstrand mit Strandpromenade. In Lucca blieb uns die Sonne treu, auf dem Weg nach Viareggio begann es dann aber zu regnen. Daher keine Fotos vom Strandbesuch. Bei sonnigem Wetter stelle ich mir einen Besuch dort aber wunderbar vor. Trotzdem machten wir bei Nieselregen einen kleinen Spaziergang am Strand entlang und wärmten uns dann in einem der vielen Strandrestaurants bei Pasta wieder auf.

Dann war unsere Zeit in Italien auch leider schon vorbei. Um 17 Uhr mussten wir den Mietwagen in Pisa wieder abgeben, um 19 Uhr ging es mit dem Flugzeug Richtung Marokko.
Pisa und seine Umgebung hat uns sehr, sehr gut gefallen. Die Menschen, denen wir begegnet sind waren alle unglaublich herzlich, hilfsbereit und freundlich. Wir werden auf jeden Fall wieder kommen!

Unsere Reisetipps:
  1. Hostel "Pisa Tower", kleines, gemütliches Hostel, in zentraler Lage
  2. auf der Piazza del Duoma den Moment genießen
  3. Pizzaria "La Rustica" in Marina de Pisa
  4. Lucca und Viareggio besuchen
  5. mit einem eigenen Wagen bzw. Mietwagen ist man in der Toskana gut beraten
  6. durch die alten Städtchen bummeln und den Moment genießen
Mittlerweile waren wir auch ein zweites Mal in der Toskana: Wir haben nämlich unseren Sommerurlaub dort verbracht! I am so in love! Ihr könnt euch also auf einen weitere, ausführliche Reisebrichte aus der Toskana freuen! Den besonderen Reisebericht über das unglaubliche Erlebnis eine marokkanische Hochzeit besuchen zu dürfen findet ihr hier!

To be continued ... 

Liebste Grüße
Eure Katie