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Marokko: 5 Dinge, die du in Marrakesch gesehen haben musst

Unsere Reise im April/Mai führte uns für mehrere Tage nach Marrakesch. Sowohl mein Mann, als auch ich waren zum ersten Mal in dieser absolut sehenswerten Stadt. Es war laut, es war heiß, es war außerdem auch sehr voll, aber es war einfach nur total schön und Marakkesch hat es auf meiner Liste der Lieblingsstädte unter die Top 3 geschafft! In Marrakesch tobt das Leben, wild und bunt und wunderbar.




7 Dinge, die du in Marrakesch gesehen haben musst

1. Djemaa el-Fna

Das größte Freiluftrestaurant der Welt zieht dich sofort in seinen Bann. Laute Musik, 1000 + 1 Gerüche und viele Menschen umgeben dich und eigentlich weißt du nicht so recht, wie dir geschieht, aber es fühlt sich einfach verdammt gut an! Hab keine Angst und probiere die Garküchen aus, ich verspreche dir, hier bekommst du wirklich richtig leckeres traditionelles, marokkanisches Essen für wenig Geld. Der Djemaa el-Fna ist zwar ein Touristenmagnet, allerdings trauen sich wenige Touristen dort zu essen. Das ist sehr schade, das Essen dort ist wirklich richtig lecker und wird außerdem regelmäßig kontrolliert. Lass dir diese Erfahrung nicht entgehen!
Ein Blick von oben lohnt sich übrigens auch! Viele der umliegenden Cafés haben Dachterassen, von dort hast du einen atemberaubenden Blick über das Schauspiel und kannst dabei einen Minztee oder einen frischgespressten Orangensaft genießen!

 


2. Jardin Majorelle

Mitten in Marrakesch ein Botanischer Garten mit Pflanzen von 5 Kontinenten. Wer hätte das gedacht!? Aber auch wenn du nicht soviel für Pflanzen übrig hast, solltest du trotzdem vorbei schauen. Wenn dir das Stadttreiben ein bisschen zuviel wird, kannst du im Jardin Majorelle wirklich gut abschalten. Wunderschön gestaltet und eine Oase der Ruhe - wenn man sich die vielen Touristen einfach mal weg denkt. :-)






3.  Medersa Ben Youssef

Für die Besichtigung der ehemaligen Koranschule solltest du dir Zeit nehmen. Hier besteht eigentlich so gut wie alles aus kunstvollen Schnitzereien, Mosaiken oder Stuckarbeiten. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Außerdem ist die Medersa ein Ort voller Ruhe, man kann gar nicht anders, als ehrfürchtig durch die Räume zu laufen.




4. Souks

Lass dich durch die Souks treiben. Es ist bunt, es ist laut, es ist voll, aber es ist einfach wunderschön. Es gibt 1000 Dinge zu entdecken. Am  Besten gehst du einfach los und schaust mal wo du ankommst. Das Gute an den Souks in Marrakesch ist, du landest eigentlich so gut wie immer auf dem Djemaa el-Fna. Und falls nicht, gibt es immer nette und hilfsbereite Menschen, die dich (vielleicht für ein kleines Trinkgeld) wieder dorthin bringen. 
Mein Tipp: Probiert Mssemen oder Maloui in den Souks. Hausgemacht mit süßem Honig oder herzhaft mit Frischkäse eine absolute Köstlichkeit zu jeder Tageszeit.
 



5.  Dachterasse des Café Des Épices.

Das Café Des Épices ist eine europäische Oase im orientalischen Durcheinander der Souks. Das Café ist nicht nur wunderschön gestaltet, nein, auch die Speisekarte gibt einiges her. Das Essen ist ziemlich lecker, kommt aber an die Speisen auf dem Djemaa el-Fna nicht heran. Trotzdem lohnt sich ein Besuch, da die Dachterasse nicht nur einen traumhaften Ausblick bietet, sondern auch zum Entspannen und verweilen einlädt.


Mein persönlicher Tipp für Marrakesch: Nimm vieles mit Humor. Probier alles aus, worauf du Lust hast. Saug alles auf wie ein Schwamm und genieß die Reise.

Liebste Grüße
Deine Katie


Marokko: Rezept für Mandelgebäck

Ohne Mandeln und Honig kommt man bei marokkanischen Rezepten für Kekse oder Süßigkeiten nicht besonders weit. Daher kriegt man in Marokko 1000 +1 Mandelsorte und nicht nur eine Sorte im Supermarkt, wie bei uns.
Und um an diese eine Sorte zu kommen, muss ich meistens auf dem Supermarktboden rumkrabbeln ... kniend und schweißgebadet die unteren Regalreihen absuchen - wenn ich Glück habe, finde ich noch einige Päckchen Mandel. Zur Not tun es natürlich auch ganze Mandeln, die man dann schön häckseln kann. Aber selbst die sind an manchen Tagen unauffindbar. Wenn es schlecht läuft sind die Regalreihen einfach gnadenlos leer. Woran das liegt? Hab ich irgendwie noch nicht rausgefunden. Vielleicht liegt´s am Superfood-Trend?! Für Hinweise bin ich sehr dankbar, dann kann ich mich beim nächsten Einkauf vielleicht besser auf die Abteilung Mandeln vorbereiten :-). Wie auch immer, für euch habe ich noch einige Päckchen Mandeln aufgetan und daraus das leckere Mandelgebäck Ghoriba gebacken.


Mandelgebäck/ Ghoriba

Zutaten für 30 Stück

1 Vanilleschote
2 TL abgeriebene Zitronenschale, einer Bio-Zitrone
1 Msp. Zimtpulver
250 g Mandeln, gehackt
1 Ei
175 g Puderzucker



Zubereitung

Zuerst schneidest du die Vanilleschote längs auf und kratzt das Mark heraus. Dann wäschst du die Zitrone unter relativ heißem Wasser und reibst die Schale in eine Schüssel. Die Zitronenschale mischst du dann mit dem Vanillemark, dem Zimtpulver und den Mandeln.

In einer anderen Schüssel schlägst du das Ei mit 140 g Puderzucker schaumig. Anschließend gibst du die Mandelmischung dazu und verrührst alles zu einem geschmeidigen Teig. Es kann sein, dass du nach einiger Zeit die Hände zum Kneten nehmen musst, da der Teig sehr fest wird. Nun wickelst du den Teig in Frischhaltefolie ein und legst ihn zum Ruhen 30 Minuten in den Kühlschrank.

Bevor du den Teig aus dem Kühlschrank holst, heizt du den Ofen auf 160 Grand (Umlauf) vor und legst ein Backblech mit Backpapier aus.
Statt mit Mehl bestäubst du deine Arbeitsfläche nun mit Puderzucker. Aus dem Teig formst du etwa 30 Kugeln und rollst diese leicht durch den Puderzucker. Dann setzt du sie auf das Backblech und drückst sie etwas flach.
Das Gebäck muss für 15 Minuten auf mittlerer Schiene in den Backofen.

Dazu schmeckt ein leckerer marokkanischer Minztee und/ oder ein Obstsalat.




Falls du jetzt neugierig bist und mehr über Marokko erfahren möchtest, hier habe ich ein paar Tipps für dich!

Liebste Grüße
Deine Katie



Marokko: 7 Dinge, die man gemacht haben muss

Von Ende April bis Anfang Mai waren mein Mann und ich zwei Wochen im Urlaub. Das Ziel war Marokko. Wer mich und meinen Blog schon länger kennt weiß, das ist erstmal nichts ungewöhnliches, da mein Mann ja ursprünglich aus diesem nordafrikanischen Land kommt. Diesmal stand aber nicht (ausschließlich) der Familienbesuch auf unserer To-Do-Liste, sondern das Entdecken von Marrakesch und dem Süden von Marokko. Schließlich ist mein Mann mit 18 Jahren nach Deutschland gekommen und hatte selbst noch nicht viel von seinem Heimatland gesehen.
An dieser Stelle will dich aber gar nicht mit einem endlosen und langweiligen Reisebericht belasten, sondern habe mir was ganz anders überlegt.


Marokko ist ein wunderbares und traumhaftes Land. Das kann man nicht in einen mehr oder weniger langen Blogartikel quetschen. Deshalb wird es jetzt einmal im Monat einen Blogartikel über Marokko geben. Dabei werden sich Berichte, Tipps, Interviews und Rezepte abwechseln und ich denke für jeden wird etwas dabei sein. Und klar, ich werden immer viele Fotos einbauen! Möglicherweise packt euch ja dann auch die Lust auf Marokko, die wunderbaren Landschaften, das leckere Essen und die herzlichen Menschen!



1. Traditionellen Minztee trinken

In Marokko trinkt man eigentlich bei allen sich bietenden Gelegenheiten den traditionellen Minztee. Und das ist auch gut so. Der Tee ist absolut köstlich, erfrischend und ach, habe ich schon erwähnt, dass er einfach köstlich ist? Also scheut euch nicht und greift ruhig zu! Erschreckt nicht, vor den nicht ganz geringen Zuckermengen, die in den Tee gehören. Ohne Zucker wäre das Geschmackserlebnis nicht mal halb so schön! Und um die Zähne kümmern wir uns einfach wieder nach dem Urlaub :-)!


2. Übernachtung im Riad

Wenn du die Möglichkeit hast, dann übernachte (immer) in einem Riad. Wunderschön hergerichtet, sind diese typisch marokkanischen Häuser mit Innehof und/ oder Garten eine kleine Oase im Stadttrubel. Oft sind die Riads gar nicht mal so teuer und man bekommt schon für wenig Geld eine traumhafte Unterkunft.

3. Wüstentour

Auch in Marokko hat man die Möglichkeit die Wüste zu besuchen. Und wenn man die Möglichkeit hat, dann sollte man sie nutzen. Diese Erfahrung hefte ich unter der Kategorie "atemberaubend" ab. Dabei kann ich mich eigentlich nicht entscheiden was grandioser war - der Ritt auf dem Kamel oder die Übernachtung in der Wüste.



4. Hamambesuch

Sauberkeit ist in muslimisch geprägten Ländern oberstes Gebot - nicht umsonst wäscht man sich 5 Mal am Tag vor dem Gebet. Ein Hamam ist ein sogenanntes orientalisches Dampfbad und besonders traditionelle Einrichtungen dieser Art stechen durch ihre wunderschöne Architektur hervor, die dem ganzen Reinigungsritual einen ganz besonderen Flair verleiht. Durch eigene Erfahrung und durch Erzählungen weiß ich, nach einem Hamambesuch fühlt man sich oft wie neugeboren.

5. Ein Spaziergang durch die Medina

Die Altstadt marokkanischer Städte nennt man Medina. Oft reiht sich ein Laden an den anderen und es gibt nicht nur exotische Gewürze zu bestaunen, sondern auch wunderschöne Stoffe, Lampen oder Schuhe. Eigentlich weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll, bei sovielen Eindrücken. Deshalb lasst euch treiben, geht spazieren in der Medina. Haltet Augen, Nase und Ohren für die vielen Sinneseindrücke offen.



6. Tajine essen

Dieses nordafrikanische Gericht solltest du unbedingt probieren. Tajine bezeichnet sowohl das aus Lehm gefertigte Kochgefäß, als auch das darin zubereitete Gericht. Tajines kann man mittlerweile auch ganz einfach in Europa kaufen und daheim viele verschiedene Tajine-Rezepte ausprobieren. Aber nichts geht über ein traditionell gekochtes Tajinegericht aus Marokko - ob mit Fleisch oder ohne, ob mit Gemüse oder Obst, im Tajine ist geschmacklich eigentlich alles möglich. Und das haben die Marokkaner definitiv perfektioniert.  Mein persönicher Tajine-Tipp. Lham bel barkok (Tajine mit Pfaumen und Mandeln).

7. Den Hohen Atlas überqueren

Die Straße über das Hohe Atlas Gebirge ist ein einziges Erlebnis. Kurvig schlängelt sie sich den Berg empor und auf dem Weg nach oben, schaut man mit einem mulmigen Gefühl nach unten. Auf unserer Reise wurde die alte, ziemlich schmale Straße, gerade erneuert und verbreitert - aber fragt nicht wie - es taten sich unbefestigte Abgründe an der Straßenseite vor uns auf! Wenn man dann den  Tizi n’Tichka-Pass auf 2260 m lebend überquert hat, sollte man sich auf jeden Fall die wunderschöne Aussicht gönnen. Auf der anderen Seite des Hohen Atlas erwartet dich eine wüstenähnliche, trockene Landschaft und du bist der Wüste ein bisschen näher gekommen.





Hier findest du tolle Infos zum Thema: Reisen in Marokko.

Hier gibt es ein Rezept für leckere marokkanische Süßigkeiten und wenn du hier klickst, erzähle ich dir etwas über meinen Urlaub in Fés, Marokko.

Hast du jetzt auch Lust auf eine Reise nach Marokko bekommen? Oder warst du schonmal da?
Welche Reisetipps hast du so auf Lager? Schreib sie mir doch in die Kommentare!

Liebste Grüße
Deine Katie


Marokko vegetarisch: Maakouda

Das ich ein kleines Leckermäulchen bin, habt ihr sicherlich gemerkt. Für mich ist Essen eine tolle Sache! Deshalb ist es für mich immer ein besonderes Glück, wenn mein Mann und ich wieder mal nach Marokko reisen. Das Essen ist einfach unschlagbar lecker und bietet eine unbeschreibliche Auswahl an Möglichkeiten. Ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder Süßigkeiten, ob Vegetarier oder nicht, in Marokko findet jeder etwas was ihm schmeckt.Heute habe ich ein vegetarisches Gericht für euch. Maakouda sind Kartoffelpatties, die in Marokko mit großem Erfolg als Streetfood verkauft werden. Das erste Mal habe ich Maadouda im Mai probiert und zurück in Deutschland wurde sofort der PC angeschmissen, um das passende Rezept für die kleinen Leckereien zu suchen!




Zutaten für ca 15 Patties

1 kg Kartoffeln, weichkochend
1 Ei
1 EL glatte Petersilie
1 EL Koriander
2 TL Kreuzkümmel
2 TL Salz
1 TL Pfeffer
Mehl
2 Eier
Öl 




Zubereitung

Für Maakouda solltest du am Besten weichkochende Kartoffeln verwenden, diese lassen sich besser verarbeiten. Bevor du beginnst, solltest du dir am Besten ein Backblech mit Backpapier vorbereiten, auf das du die fertigen Patties legen kannst.
Zuerst musst du die Kartoffeln schälen und waschen. Anschließend gibst du sie in kochendes Wasser und kochst sie, bis sie weich gekocht sind. 
Während die Kartoffeln kochen, kannst du die Petersilie und den Koriander klein schneiden. 
Gibt die gekochten Kartoffeln in eine Schüssel und zerdrücke sie mit einer Gabel. Nun gibst du die Gewürze und das Ei dazu und vermischst alles miteinander. Im nächsten Schritt formst du die Kartoffelmasse zu Patties, die du auf das vorbereitete Backblech legen kannst. 
Zum Frittieren bereitest du einen Teller mit Mehl, eine Schüssel mit geschlagenen Eiern und eine Pfanne mit Öl vor. Nun wendest du die Patties erst im Ei, dann im Mehl und gibst sie anschließend in das heiße Öl. Achte darauf, dass das Öl wirklich sehr heiß ist, bevor du die Patties hinein gibst!
Die fertigen Patties sollten von beiden Seiten goldbraun sein. Nimm sie aus der Pfanne und lege sie auf einen Teller mit Küchenpapier, um das überschüssige Öl aufzusaugen. 




Maakouda isst man am Besten warm, entweder als Vorspeise, oder als Beilage zu einem Gericht deiner Wahl. Sehr lecker und das ist meine persönliche Empfehlung, schmecken sie in einem Sandwich! Dafür brauchst du nur Baguette oder Fladenbrot und füllst es mit Maakouda, Tomaten, Oliven und einer Soße deiner Wahl z.B. Ketchup. Super lecker! Schade, dass es Maakouda noch nicht als Streetfood nach Deutschland geschafft hat!

Während der vegetarischen Weltreise ging es auch nach Mexiko. Mein Rezept findet ihr hier.
 
 Vegetarische Weltreise - Marokko

Viel Spaß beim Ausprobieren und lasst es euch schmecken!

Liebste Grüße
Eure Katie




Eine Hochzeitsfeier in Marokko


Mein Mann und ich haben im Jahr 2010 geheiratet. Das Besondere daran – mein Mann stammt aus Marokko und ich aus Deutschland.  In einer internationalen Ehe, wie wir sie führen, sind die Partner jeden Tag vor eine neue Herausforderung gestellt. Das fängt beim Kennenlernen an und hört beim Austauschen über die unterschiedlichen Kulturen noch lange nicht auf. Jeder Partner bringt Eigenschaften und Erfahrungen mit, die von seiner Kultur und seiner Familie geprägt sind. Und genau das macht eine internationale Beziehung so unglaublich spannend! Man ist gezwungen über den Tellerrand zu schauen und die Perspektive zu wechseln. Wenn man sich mit einer gesunden Portion Offenheit, Neugierde und Diskussionsfreude darauf einlässt, ist das zwar nicht das Erfolgsrezept zum lebenslangen Glück, sollte aber zu einem gemeinsamen und glücklichen Leben beitragen.

Für mich persönlich ist unsere Beziehung sehr bereichernd! Die Welt, die sich mir durch meinen Mann eröffnet hat, ist unglaublich bunt und vielseitig! Vielleicht wäre ich auch ohne einen marokkanischen Mann irgendwann mal als Touristin in Marokko gelandet, aber die Perspektive, aus der ich das Land entdeckt hätte, wäre nicht dieselbe gewesen.
Wieso ich euch das alles erzähle? Weil ich durch meine wunderbare internationale Ehe im Mai auf einer marokkanischen Hochzeit eingeladen war. Und wenn ihr eine Liste mit dem Namen „Was ich mal gemacht haben möchte, bevor ich sterbe“ habt, dann schreibt drauf: „Besuch einer marokkanischen Hochzeit!
Dieses Erlebnis war unglaublich und wahnsinnig schön! Nicht umsonst gehört die marokkanische Hochzeit zu einer der schönsten und aufwendigsten Hochzeitsfeiern der Welt. Aber fangen wir von vorne an.

Geheiratet hat der Bruder meines Mannes (also mein Schwager).  Ich war so aufgeregt und neugierig und wusste überhaupt nicht, was da eigentlich auf mich zukommt. Mir war bewusst, es würde ein Erlebnis werden, aber was dann da am Ende auf mich wartete, machte mich im Grunde eigentlich nur sprachlos!


Begonnen hat alles mit der Suche nach einem Kleid für mich. In Marokko geht man nicht unbedingt in einem Kleid wie wir es in Deutschland tragen würden z.B. ein Etuikleid, auf eine Hochzeitsfeier, sondern man trägt einen Kaftan. Kaftane sind kunstvoll bestickte Kleider, die meistens in Handarbeit gefertigt werden – kurzgesagt, sie sind traumhaft schön! Nun musste auch für mich ein solcher Kaftan her. Er war goldgelb und wunderschön bestickt. Früher hätte ich mir nicht mal im Traum vorstellen können, so etwas zu tragen, aber als ich den Kaftan dann anhatte, wollte ich ihn eigentlich gar nicht mehr ausziehen. Ich habe mich gefühlt wie eine Prinzessin! Zum meinem Glück kann man Kaftane in Marokko mieten! Der anschließende Besuch beim Friseur war auch ein absolutes Event! So viele kunstvolle und aufwendige Frisuren an einem Ort sind mir noch nie begegnet! Mein Friseur zauberte mir mit sehr viel Liebe zum Detail eine absolute Traumfrisur und trotzte damit den Verständigungsschwierigkeiten!


Die Hochzeitsfeier selbst fand in einem großen Festsaal statt - die vielen Gäste mussten ja auch irgendwo untergebracht werden. Die Feier begann so gegen 19 Uhr. Wir wurden von einer Musikgruppe empfangen, deren Mitglieder traditionell gekleidet waren und auf Trommeln und Blasinstrumenten traditionelle Musik spielten.Und dann warteten wir auf das Brautpaar. Dazu gibt es ein Sprichwort: Die Deutschen haben die Uhren und die Marokkaner die Zeit. Das ist absolut zutreffend und ziemlich sympathisch! Braut und Bräutigam ließen ihre Gäste ein wenig warten - aber als sie dann endlich da waren ging es richtig rund! Das Ehepaar wurde königlich empfangen und gefeiert. Die Braut wurde von vier Trägern auf einer Sänfte in den Saal getragen. Der Bräutigam ging voraus. Dies wurde mit viel Musik, Applaus und Gesang begleitet. Dem Empfang entsprechend war die Braut auch gekleidet und gestyled. Sie trug wunderschöne traditionelle Kleider, die mehrmals am Abend gewechselt wurden, dazu aufwendige Frisuren und das passende Make-Up. Für mich steht definitiv fest: Wer sich einmal in seinem Leben als Prinzessin fühlen möchte, sollte auf jeden Fall marokkanisch heiraten!  In den Pausen, die durch den Kleiderwechsel entstanden, wurden die Gäste mit leckerem Kleinigkeiten verwöhnt. Außerdem sorgte die marokkanische Live-Band für Stimmung! Sobald das Brautpaar in neuem Gewand zurück war, wurde es tanzend, singend und klatschend begrüßt! Sowieso wurde ziemlich viel gefeiert und getanzt! Da war echt was los! Ein weiteres Highlight: Das marokkanische Essen! Gegen 23 Uhr wurden die Häuptgänge serviert. Es gab unter anderem Meeresfrüchtepastilla und Lamm. Große Platten wurden auf die Tische gestellt, von denen wir dann gemeinsam aßen. Es war einfach nur lecker! Die traumhafte und sehr leckere Hochzeitstorte wurde kurz vor dem Ende serviert!
Um 6 Uhr morgens war der Zauber dann (leider) vorbei! Aber ich werde diesen Tag bestimmt nie wieder vergessen und bin sehr glücklich und dankbar, dabei gewesen zu sein! Ein Fest für alle Sinne!



Da dies meine erste marokkanische Hochzeit war und die vielen Eindrücke meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch genommen haben, bin ich leider so gut wie gar nicht zum fotografieren gekommen. Und wenn ich etwas fotografiert habe, eigentlich nur mit dem Handy und dann lässt die Qualität der Fotos echt zu wünschen übrig. Das kann ich euch unmöglich zeigen! Ich hoffe, ihr könnt mir das verzeihen! Die wenigen, verwertbaren Fotos habe ich euch aber hier eingefügt. Bei der nächsten marokkanischen Hochzeit werde ich die Feier (hoffentlich) gewissenhafter dokumentieren! Ich hoffe sehr, dass ich irgendwann nochmal das Vergnügen habe, eine marokkanische Hochzeit zu besuchen! Im Internet habe ich hier und hier Hochzeitsfotografen für euch gefunden, die eine marokkanische Hochzeit fotografiert haben! Viel Spaß beim Angucken! 
Wer jetzt Lust auf Marokko bekommen hat, hier habe ich einige Eindrücke mit euch geteilt!

Falls ihr noch Fragen habt, helfe ich euch gerne weiter! Schreibt mir doch einfach eine E-Mail! 

Liebste Grüße
Eure Katie


Eine Reise nach Fès (Marokko)

Wie im November schon angekündigt, schulde ich euch noch einen Reisebericht von meinem Urlaub in Marokko! Und da gerade jetzt im Januar viele Urlaubspläne geschmiedet werden, beginne ich das Jahr 2014 mit einem Bericht über meine Reise nach Fès. Vielleicht inspirieren euch die Fotos und Erzählungen ja so sehr, dass ihr sofort die Koffer packt und davon fliegt.



Da mein Mann ursprünglich aus Fès stammt und seine Familie auch noch dort lebt, bietet sich für uns ein Urlaub in Fès an. Mit einer sehr bekannten Billigfluglinie kommt man gut und günstig dorthin. Bisher war ich zwei Mal mit meinem Mann in seiner alten Heimatstadt. Klar wohnen wir dann auch bei seiner Familie. Das ist natürlich ein Vorteil, denn so bekommt man das Leben und die Rituale einer einheimischen Familie am Besten mit. Die Marokkaner sind grundsätzlich sehr (gast)freundliche Menschen und ich habe mich zu jeder Zeit und an jedem Ort wohlgefühlt.
In Marokko befindet man sich nun allerdings auf dem Kontinent Afrika und in einem muslimischen Land. Europa und damit viele kulturelle Gebräuche und Traditionen befinden sich somit ziemlich weit weg und das ist eine Umstellung. Das fängt schon bei der Kleidung an und hört bei den Tischsitten nicht auf. Beim ersten Besuch war ich ziemlich unsicher und eigentlich nur damit beschäftigt darüber nachzudenken nichts falsch zu machen und niemanden zu beleidigen. Aber alles halb so schlimm - lässt es sich leicht sagen, wenn man genug Einheimische an seiner Seite hat, die einem den Weg ebnen. Aber wenn man den Einheimischen und ihrer Religion immer mit Respekt begegnet, dürfte es keine Probleme geben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Marokkaner sehr gastfreundlich und Fremden gegneüber sehr offen sind.



Man (be)grüßt sich auf arabisch mit Salam aleikum (Friede sei mit dir), Aleikum Salam (Und der Friede mit dir). Und es ist tatsächlich so, dass dies nicht nur eine Begrüßung ist, sondern ein allgemeiner Gruß unter Muslimen, den man an jeden Muslim richten sollte, ob man ihn kennt oder nicht. Dazu gibt es eine lustige Geschichte. Bei meinem ersten Besuch in Fés ging ich mit meinem Mann und seinen Eltern durch die Altstadt (Medina). Mein Mann grüßte viele Menschen mit Salam aleikum. Nach einiger Zeit wunderte ich mich sehr darüber, denn in Deutschland wird in der Regeln nur der gegrüßt, den man kennt. Kannte mein Mann tatsächlich soviele Menschen in dieser riesigen Stadt? Ich fragte natürlich nach. Die Reaktion meines Mannes: Er lachte und erklärte mir, dass Salam aleikum keine Begrüßung im eigentlichen Sinne ist, sondern, dass sich Muslime damit untereinander den Frieden und die Barmherzigkeit Gottes wünschen. Also nicht unbedingt vergleichbar mit unserem simplen Hallo.



Das Essen in Marokko ist köstlich und die marokkanische Küche zählt zu recht zu einer der Besten der Welt. Von Couscous, Tajine, Briouats, Harira, Pastilla oder marokkanischem Brot kann ich eigentlich nicht genug kriegen. Mein Tipp: Unbedingt traditionell marokkanische Küche probieren, wenn man in Marokko ist! Es lohnt sich. Der traditionell marokkanische Minztee ist nicht nur sehr, sehr lecker, sondern auch ein Zeichen der Gastfreundschaft und um den Gastgeber nicht zu beleidigen, sollte man ihn nicht ablehnen.

 


 

Fès ist die drittgrößte Stadt in Marokko und die älteste der vier Königsstädte. Bei der Altstadt von Fès handelt es sich wahrscheinlich um die weltweit größte mittelalterliche Altstadt. Die kleinen engen Gaßen mit vielen Händlern und Geschäften sind wirklich entzückend, aber wenn man nicht aufpasst, kann man sich schnell verlaufen. In der Altstadt ist Handeln angesagt. Hier kann man viele tolle Dinge erstehen, bei einem guten Handel auch zu fairen Preisen. Das fiese ist ja, man wird einfach als Tourist erkannst. Meine alleinige Anwesenheit führte schon dazu, dass meine Schwiegermutter die normalsten Dinge zum überteuerten Touristenpreis angeboten bekam. Aber da heißt es, standhaft bleiben oder zum nächsten Laden ausweichen.


 


Bei unserem Besuch im Oktober 2013 haben wir auch einen Abstecher in die Hauptstadt Rabat gemacht. Dort machten wir halt in einem süßen kleinen Café mit Blick auf´s Meer und tranken Minztee. Dann ging es mit dem Auto an der Küste des Atlantiks entlang weiter, um hier und da mal halt zu machen. Unter anderem haben wir in einem Restaurant direkt am Atlantik Fisch gegessen und an einem kleinen verborgenen Strand die Sonne genossen. Marokko hat einiges zu bieten und wenn man irgendwie die Möglichkeit hat durch das Land zu reisen (z.B. Auto mieten), sollte man das tun.



Wer jetzt Lust bekommt hat, 2014 zu nutzen, um Marokko zu entdecken, der kann hier weitere nützliche Informationen finden. Außerdem kann ich euch dieses Kochbuch empfehlen, worin man neben vielen leckeren Rezepten auch wichtiges Regelwerk für den Aufenthalt in Marokko findet. Wer darüber hinaus noch Fragen hat, kann sich gerne per Mail an mich wenden!

Viel Spaß bei den Reisevorbereitungen 2014 und eine schöne Woche!

Liebste Grüße 
Eure Katie